Freitag, 10. November 2017

Nun.

Dies wird vermutlich mein allerletzter Post auf dieser Seite.

Ca 2,5 Jahre habe ich nun seit dem letztem Post hinter mir und ich muss sagen.
ALLES IST BESSER.
Ich habe die Angst besiegt. Ich bin sie nicht los und sie wird auf ewig ein Teil meines Lebens sein, aber ich muss sagen, dass nun endlich ICH die Kontrolle über mein Leben habe.
Panikattacken kommen hochgerundet 1 mal im halben Jahr vor und selbst dann, habe ich es im Griff.

Die Arbeit hat einen sehr großen Teil dazu beigetragen. Die Ausbildung zum Kaufmann neigt sich dem Ende und die Prüfung wird locker weggelacht.
Doch ich muss sagen, dass für mich persönlich Paintball, Janka und meine Freunde der Weg aus der Angst waren.
Mittlerweile das zweite mal in Folge einen Firmeninternen Wettbewerb gewonnen, beim Paintball den Aufstieg in die 2.Bundesliga geschafft und mit Freunden kann ich problemlos in die Stadt um einen zu trinken.

Was will man mehr?

¯\_(ツ)_/¯

Wenn ich mit meinem früheren Ich sprechen könnte hätte ich folgendes zu sagen:

- Entspann dich, Schultern runter, es wird besser
- Such dir etwas, was dir Spaß macht, was NICHT am PC statt findet
- Je weniger du über Angst sprichst, desto weniger jämmerlich kommst du dir selbst vor
- Sag JA! Abenteuer erlebt man nicht, wenn man Gründe zum Absagen sucht
- Hör auf hin und her zu springen und entscheide dich !!!
- Das PGH (Klinik-Station) wird dein Leben positiv verändern. Für IMMER!
- Niemand außer dir ist für dein Wohlbefinden verantwortlich
- Hör auf zu rauchen
- Mach Sport !!!
- Online-Community ist scheiße, das sind keine Freunde (Ausnahme BwH-Kern)
- SPIEL PAINTBALL JUNGE! Auf dem Feld vergisst du alles, was dich beunruhigt

Warum ich diesen Post nicht auf Facebook geteilt habe?
Ich möchte, dass die Angst ein Teil meiner Vergangenheit wird und kein Gesprächsthema der Zukunft.
Ich werde hier ab und an mal rein schauen, ob unter diesem Post noch Kommentare entstehen oder Fragen aufkommen.
Gebt nicht auf, kämpft und macht einfach. Zweifelt nicht an euch selbst.

Dienstag, 25. August 2015

WAAAAAHHH REAL-LIFE

Seit dem 01.08.2015 bin ich offiziell Auszubildender Kaufmann im Einzelhandel und das bedeutet, dass ich 5 Tage die Woche arbeite. Dazu kommt der Nebenjob beim Paintball, wo ich dann auch einmal die Woche helfen muss. Das bedeutet, dass ich in der Woche 1 freien Tag habe um mich aus zu ruhen und da steht dann organisatorisches und Haushalt an.
Ich habe das Gefühl nicht richtig durchatmen zu können, da einfach so viel an steht.
Auch meine Angstzustände, Symptome und sogar Panikattacken werden wieder mehr und intensiver.
Ich denke wieder 2 mal nach ob ich wirklich essen MUSS und wenn ja, was ich esse.
Ich habe zwar ein geregeltes Leben, mein eigen verdientes Einkommen aber es ist schon eine sehr große Last für mich. Aber jetzt heißt es Zähne zusammen beißen und da durch!
Wäre ja mehr als dumm da irgendwann einen Rückzieher zu machen, denn schließlich hängt viel davon ab. Mit der abgeschlossenen Ausbildung, kann ich gescheit verdienen und nicht mehr am Minimum rum krebsen.
Außerdem ist dies die Ausbildung, die ich brauche um in einem Paintballshop eingestellt zu werden und daaaaaann.... naja. Alles Zukunftsmusik. Erstmal konzentriere ich mich auf das Hier und Jetzt und hoffe, dass es einfach nur wieder ne schwere Phase ist, die ich mit Hilfe von Familie und Freunden schaffen kann!
Schade nur, dass Janka die ist, die den kürzesten dabei zieht, da ich weniger Zeit für sie finde... Genau genommen zu wenig.....

Montag, 13. Juli 2015

ICH BIN SO KLUK

Besorgt aber klug
Sind Sie ein ängstlicher Mensch? Glückwunsch! Dann haben Sie nicht nur einen höheren IQ, sondern können Ihre Intelligenz auch besser nutzen.

Ihr Leben könnte so schön sein - wenn Sie sich nicht ständig Sorgen um alles und jeden machen würden? Ein Leben in Angst ... ist gar nicht mal so schlimm. Wie eine neue Studie der Lakehead University in Ontario (Kanada) jetzt herausgefunden hat, sind ängstliche Menschen intelligenter.

Die Teilnehmer, die von sich selbst sagten, "sich viele Sorgen zu machen", haben in IQ-Tests besser abgeschnitten, als solche, die völlig sorgenfrei durchs Leben gehen. Woran das liegt? Die Forscher vermuten, dass Menschen, die sich ständig Gedanken machen, sprachlich gewandter seien - also über eine höhere sprachliche Intelligenz verfügen.

Die Forscher Tsachi Ein-Dor und Orgad Tal, vom Interdisciplinary Center Herzliya in Israel, stützen die kanadischen Studienergebnisse. Sie haben innerhalb eines Experiments heraus gefunden, dass ängstliche Menschen ihre Intelligenz besser nutzen können. Getreu dem Motto 'Auch aus steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen' (Erich Kästner) lassen sich sorgende Menschen nur selten von Hindernissen abhalten.

In einer früheren Untersuchung haben die beiden Forscher bereits herausgefunden, dass vorsichtige Menschen Gefahren schneller erkennen können. Der Grund: Menschen, die sich ständig Sorgen machen, haben stärker ausgeprägte Sinnesorgane als solche, die völlig umbekümmert durch das Leben ziehen.



Quelle:
http://www.wunderweib.de/aktuelles/aengstliche-menschen-sind-intelligenter-a319425.html

Freitag, 10. Juli 2015

Danke

In letzter Zeit komme ich nicht viel zum Schreiben. Das liegt aber auch einfach daran, dass ich zufrieden bin mit meinem Leben.
Ich bin nicht "geheilt" und erst lange nicht gesund, aber ich kann ein recht normales Leben führen. Ich kann raus gehen, mit anderen spontan woanders etwas essen und auch gerne mal ein kleinen Road Trip machen ohne da 4-5 Mal überlegen zu müssen, ob ich mich das überhaupt traue.
Viel hat der Paintballsport dazu beigetragen und die Freunde, die in ganz Deutschland verteilt sind. Ob sie im Norden, Osten, Süden oder um die Ecke wohnen, ist egal. Jeder einzelne Schritt in meinem Leben hat mich dahin geführt, wo ich jetzt bin und mich zu dem Charakter geformt, der ich bin.
Aus dem pessimistischen Misanthropen von vor ein paar Jahren ist nicht mehr ganz so viel übrig.
Natürlich habe ich hin und wieder Zweifel und Zukunftsängste, aber ich denke, die hat ein Jeder von uns, richtig?
Ich möchte mich an dieser Stelle einfach mal bedanken, an all die tollen Menschen, die mich in den letzten Jahren begleitet haben, Danke an Tiffy, die mich aus meinem Elternhaus gelockt und mir gezeigt hat, dass ich selbständig werden kann, Danke an Nathalie, die mir gezeigt hat, dass ich nicht vergessen wurde, Danke an Ricarda, die ohne viel zu sagen, mich spüren lässt, dass wer da ist, wenn ich wen brauche, Danke an Markus, Manu, Fia, Sora, Artem, Schuschu, Aster, Kennet und Uz, die mir selbst in meinen schlimmsten Zeiten die schönsten Momente mit mir geteilt haben und noch bis heute zu meinen besten Freunden zählen.
Selbstverständlich Danke an meine Eltern und Geschwister, auf die ich mich IMMER in der Not verlassen kann. Danke an Jacky, dass du meinen behinderten Humor teilst und mich verstehst. Danke an Lisa, dass du 1 gutes Gurl am been bist. Danke an "Die Gang", dass ihr mich hier in BaLi in Empfang genommen habt und für mich da seid, wenn ich euch brauche. Danke an Meine Tante, meinen Onkel und meine Cousine, dass ihr mich bei euch aufgenommen habt, als ich nicht wusste wohin und euch um mich gekümmert habt. Danke an Donna, dass du mir das ein oder andere Mal den Hintern gerettet hast und mir die Möglichkeit gegeben hast mein Zuhause gescheit zu gestalten.
Danke an Ede, dass du mir meinen ersten (und direkt den Traumjob) ermöglicht hast. Danke an Larsiboiii für die klasse Möglichkeit eine Ausbildung zu bekommen.  Danke an meinen Dad, der mir gezeigt hat, dass die Distanz und frühere Streitigkeiten nicht daran hindern ein Band aufrecht zu erhalten. Danke an Rafa, du weißt wofür... Danke an Steve, dass ich immer auf dich zählen kann, wenn es darauf an kommt. Danke an Jasmin.... Danke an Uwe und Siggi, die mir wichtige emotionale Werte auf den Weg geben und als Mentoren immer da sind, wenn ich fragen habe (auch wenn ich den einen manchmal SICHTLICH nerve mit meinem gequatsche). Last but not least danke an meinen Schatz (Chrissy), dass du auf mich aufpasst und mir zeigst, dass es nicht so schlimm ist und mir verzeihst, wenn ich (mal wieder) was dummes sage/tue.
Zusätzlich danke ich allen Freunden des SplashParks Paderborn, die wieder mal bewiesen haben, dass Menschlichkeit existiert, wir in der Not zusammenhalten und wir die Familie sind, die wir uns ausgesucht haben!!!

!!! DANKE FÜR ALL DAS!!!

Donnerstag, 11. Juni 2015

Die Monster im Innern

Auch heute habe ich nicht viel zu erzählen. Ich bin auf Facebook über ein paar Bilder gestolpert, die mich sehr fasziniert haben. Ein Künstler hat sich ein wenig mit psychischen Problemen beschäftigt und denen nach seiner Interpretation eine Gestalt gegeben. Ein wenig niedlich und gleichzeitig erschreckend, wie sehr diese doch zutreffen...
Ich werde euch hier nur drei davon hier rein setzen und am Ende findet ihr einen Link, wo ihr auch die anderen Betrachten könnt. Schließlich freut sich so ein Künstler auch, wenn man seine Werke würdigt und auch mal seine Seite besucht und vielleicht sogar das ein oder andere bestellt ;)


























HIER geht es zu den Monstern

Mittwoch, 3. Juni 2015

¯\_(ツ)_/¯

Seit langer Zeit habe ich nichts mehr geschrieben.
Das liegt einfach daran, dass ich momentan weder Zeit noch Inspiration dazu habe.
Mir geht es derzeit sehr gut. Ich bin "viel" am arbeiten, am trainieren und meine erste offizielle Paintball Saison hat begonnen. Also dieses mal mit mir selbst als aktiven Ligaspieler. Es gibt mir viel. Sehr viel sogar. Ich glaube, dass ich derzeit meine ganze Kraft und Motivation zu allem daraus ziehe.
Es gibt nicht viel zu sagen... Es gibt zwar Momente an denen ich noch sehr stark zu kämpfen habe, besonders wenn ich alleine bin, aber auch das bekomme ich irgendwann in den Griff. Wer Jahre lang verbittert und deprimiert durch die Welt geht und versucht sich davon ab zu kapseln, wird das nur sehr schwer wieder los. Doch davon lasse ich mich nicht unterkriegen.
Bald geht meine Ausbildung los und das ist der erste Schritt zu meinem "neuen" Lebenstraum:
Ein normales Leben zu führen und nach meinen eigenen Vorstellungen zu Leben und mich nicht mit dem zufrieden geben müssen, was man mir vorsetzt...

Donnerstag, 19. März 2015

Wo sehen Sie sich selbst in 40 Jahren?

Eine Frage, die viel angestoßen hat...
Vor kurzem hatte ich ein Bewerbungsgespräch für einen Ausbildungsplatz zum Kaufmann im Einzelhandel. Dort kam unter anderem die Frage "Wo sehen Sie sich selbst in 40 Jahren?"
Die Antwort, die ich gab, war nicht annähernd die, die ich hätte geben wollen..
In 40 Jahren bin ich 63 Jahre alt und wahrscheinlich auch schon so gut wie in Rente, doch wenn ich ehrlich bin, möchte ich gar nicht erst so alt werden. Bis dahin, wird der Großteil meiner Familie wahrscheinlich schon gegangen sein und ich werde dann verbittert und verzweifelt irgendwo hängen und nach Hilfe suchen.
Deswegen hoffe ich, dass ich das erst gar nicht erleben muss... In den letzten Monaten ist viel passiert. Viel gutes und stark prägendes, doch seit Wochen werden die inneren Dämonen wieder stärker und die Verachtung anderen Menschen gegenüber wächst, depressive und suizidale Gedanken werden auch immer mehr und wieder ist es Janka, die mich tagtäglich rettet und mir hin und wieder auch mal kurz ein ernstes lächeln in`s Gesicht zaubert.
Selbst meine Passion Paintball ist derzeit anstrengend für mich. Ich habe das Bedürfnis mich zu isolieren und trotzdem ist die Einsamkeit schwer aus zu halten.
Es ist (besonders in diesem Moment) nicht leicht meine Gedanken zu verbalisieren. Es sind irre viele Bilder im Kopf, die es perfekt beschreiben könnten, aber versuch mal einem Blinden eine Farbe zu erklären...
Während nach außen hin ein junger Mann da sitzt und versucht witzig zu sein, schreit es in ihm. Es schreit so laut, dass ich manchmal zurück brüllen will. Dieser Parasit ist nach all den Jahren immer noch da und wird immer "logischer" in der Argumentation, doch gebe ich (noch) nicht klein bei.
Normalerweise basieren meine Ängste und Paniken auf körperliche Symptome und ich kann etwas genau benennen, was mir gerade zu setzt. Doch in den letzten paar Tagen habe ich eine Grundangst in mir.. Ein Druck von innen. Es sitzt in der Brust und ich merke, wie ich mich bei Gesprächen immer mehr über Kleinigkeiten aufrege und nur noch das Bedürfnis habe zu fluchen und zu meckern. Es wird wahrscheinlich den falschen treffen und ich werde Dinge sagen, die vielleicht nicht gerecht sind aber ich merke, dass das Fass bald über läuft.
Mir fehlt derzeit ein enormer Ruhepol. Etwas/Jemand, bei dem ich mich einfach mal fallen lassen kann. Einfach mal in den Arm legen und los lassen können. Es gibt da jemanden, der diese "Fähigkeit" hat in mir zu lesen und es zu merken, dass was los ist und gewisse Gesten retten mir dadurch den Tag. Doch so richtig alles sagen kann ich nicht und ich kann mich nicht nur auf andere stützen. Ich habe wahrscheinlich auch Angst mich irgendwem zu weit zu öffnen und dann Konsequenzen fürchten zu müssen.
Ich glaube der nächste harte Nervenzusammenbruch steht vor der Tür und ich weiß nicht, wie ich den alleine bewältige. Irgendwie muss es ja machbar sein, doch das muss ich dann eben auf die harte Tour lernen.
Momentan verarbeite ich meine Emotionen durch Musik. Wieder mal muss ich Cr7Z erwähnen. Seine Musik reinigt mich gewissermaßen. Wenn ich fahre oder laufen gehe, drückt seine Musik auf die Ohren und ich singe mit. Nicht selten kullert dabei eine Träne, aber ich kann mich noch zusammenreißen und drifte nicht ab. Manchen ist er zu Melancholisch aber für mich ist es das Richtige.
"Ich funktioniere nicht so gut in der Gesellschaft
Verstehe mich nur mit Alten und Kindern, aber selbst das
Passiert wie hinter einem Fenster aus Plexiglas
Ich hab so viel gesehen und das in viel zu jungen Jahr´n
Meine Schotten sind so ausgesprochen dicht
Ich bin Authist, hab vielleicht zu wenig Sauerstoff gekriegt
Weiß es leider nicht, ich muss einfach damit leben
Und freue mich wirklich, dass überhaupt jemand mit mir redet
Ich freue mich einfach an so vielen kleinen Dingen
Sehe Muster, die für viele nur unbedeutende Scheiße sind"
Wenn ich rausgehe ist die Musik die ganze Zeit dabei. Ich möchte nicht mit den Menschen da draußen reden, Ich will nicht die Umgebung hören, Ich will nicht wissen, was andere Menschen sagen. Denn nur die Musik kann mich von dem Dämon fern halten und ihn für ein paar Sekunden verschwinden lassen.







Mittwoch, 10. Dezember 2014

10 Sekunden

Leider habe ich dieses Jahr verpennt einen Jahresrückblick mit Notizen zu machen, wird aber ab nächstem Jahr wieder aufgenommen. Aber in der Kurzfassung:
Ich musste dieses Jahr wieder durch viel Scheiße, Trennung meiner 2 jährigen Beziehung, aus der ersten gescheiten Wohnung raus, zu meiner Tante, dann von da aus mit Arthur zusammen und von hier aus wieder was eigenes suchen, Ungewissheit ob ich Janka behalten kann oder nicht und und und.. Aber es gab auch etwas positives in diesem Jahr, was sich mit einem Wort benennen lässt:
PAINTBALL!
Dieser Sport hat mir dieses Jahr wahrscheinlich das Leben gerettet. Hätte ich nicht, die Freundschaften und Bekanntschaften dort geschlossen und den Job dort ergattert, wodurch ich mich endlich nicht mehr nutzlos fühlte, wäre ich wahrscheinlich schon lange von der nächsten Autobahnbrücke gesprungen.
Die Turniere, bei denen ich am Feldrand stand und assistierte haben mich für den Moment glücklich gemacht. Ganz besonders aber sind es die Spiele, bei denen ich selber auf dem Feld stehe. Das besondere ist für mich nicht mal das zocken und ballern an sich, sondern meine Crew, auf die ich mich verlassen kann und die teilweise in meine Problematik eingeweiht sind.
Das schönste ist der Moment an der Base...
10 Sekunden Stille
10 Sekunden voller Freiheit von Sorgen
Kurz überlegt: Was ist mein Job? Stehe ich richtig?
Und plötzlich: "TEAMS GET READY FOR TEN SECONDS"
Alles um mich herum verschwindet
Der Kloß im Hals schwindet
Das Adrenalin rauscht durch meine Adern
10 Sekunden keine Gedanken im Kopf... Ein Luxus, den ich ewig nicht mehr hatte. Sonst ist jede Sekunde des Tages mit Angst, Sorgen und Panik gefüllt. Die "was passiert,wenn..."-Gedanken sind selbst in meinen Träumen vorhanden. Ich habe einfach keine Möglichkeit mehr zu fliehen und einfach wieder normal zu sein. Außer in diesen 10 Sekunden. Es gibt einen schönen Text, der in der Paintballszene immer und immer wieder seine Runden macht:

Warum Paintball?

Du betrittst den Platz,
checkst deine Gun.
Ein paar Schüsse auf eine der Deckungen,
du magst das Geräusch.

Absprache mit deinen Jungs,
du siehst den Gegner,
merkst deinen Atem.

"10 seconds warning "

Du schaust nochmal rüber,
stellst dich in Position.
Berührt die Gun die Base?
Ja.... dein Pulsschlag geht hoch!

" 10 seconds "

Dein Atem wird wieder langsamer,
du bist wie in Trance.
Du hörst nichts,
es ist die Ruhe vor dem Sturm.

Du wartest....
Ruhe....
Stille....

" Go! "

Und Bäääm, dein Puls rast
und du rennst los.
Die Gun oben,
du hörst die Paint neben dir einschlagen.
Du siehst sie fliegen.
Hinter der Deckung hörst du dein Herz schlagen,
dein Atem ist so laut.
Konzentration!

Wie in Trance schaust du raus,
du triffst!

Du denkst nicht,
Freust dich nicht,
Keine Zeit!

Du spielst weiter.... hörst die Ansagen deiner Leute,
schreist zurück.
Bemerkst nichts von deiner Umgebung,
siehst nur das Feld und den Gegner.

" Game Over! "

Du stehst auf, schaust übers Feld.... realisierst!

Gewonnen !

Deswegen PAINTBALL!



Das ist so ziemlich das schönste Erlebnis, das ich bisher hatte. Denn so und nicht anders kann man es beschreiben.
Doch kommen wir zurück zum wesentlichen:
Es ist viel passiert und das, was passiert ist, hat mich sehr geprägt. Ich weiß derzeit nicht, wem ich vertrauen kann und wem nicht. Wenn ich wem vertraue, dann oft den falschen oder denen, denen es nichts bedeutet. Selbstverständlich gibt es da auch Ausnahmen, ganz klar aber ich denke, meine Botschaft ist angekommen.
"Es kann im Leben einer der härtesten Rückschläge sein, wenn man jemanden mit dem man sehr viel Zeit verbracht hat und von dem man geglaubt hat, dass er einem etwas bedeutet, dass wenn irgendwann der Moment kommt, wo es darauf ankommt und wo man sagt  >Hey hier bin ich, jetzt geht's mir gerade nicht so gut< und dann ist er nicht mehr da und man hat immer geglaubt, dass man vielleicht für den anderen was besonderes ist und dann merkt man >okay vielleicht war das nur die Hoffnung< und vielleicht war das nur der Wunsch, dass man dem anderen etwas bedeuetet und dann merkt man, dass es nicht so ist und dann tut das vielleicht sehr weh"
- Philipp Poisel
Damit habe ich viel ringen müssen. Ich hatte das Gefühl alleine auf der Welt zu sein und es hat mich innerlich ziemlich kaputt gemacht. In letzter Zeit höre ich oft den Satz "Ich kann dir nur vor den Kopf schauen" und ich glaube darüber bin ich auch sehr froh. Denn in meinem Kopf leben Dämonen, die meiner Meinung nach viele andere Menschen kaputt machen würden. Und ich glaube auch, dass es lange dauern wird, jemanden wieder so nah an mich heran oder besser in meinen Kopf zu lassen... Sofern es überhaupt nochmal passiert.
/cast [Gottesschild]

Montag, 17. November 2014

Fragen über Fragen?

Was würdest du tun, wenn du morgen nicht mehr wärst? Hast du alles organisiert? Was passiert mit Janka? Was machen andere Menschen gerade durch? Kann ich anderen helfen, die gerade neu erkranken? Warum brennt im Kühlschrank Licht, aber in der Truhe nicht? Gibt es "die eine" für mich? Werde ich von allen im Team anerkannt? Bin ich für dich was besonderes oder einer von vielen? Warum heißt es Handschuhe, wenn sie keine Sohle haben? Sollten sie nicht Handsocken heißen? Wird mein Ende ein einsames sein? Wird meine Beerdigung von vielen Leuten besucht?

Wir sind geplagt von unendlich vielen Fragen, die uns täglich das Hirn zerreißen und uns in Melancholie ziehen. Doch wir sollten uns eher darum kümmern, was auch wirklich in unserer Macht liegt. Fragen versuchen zu beantworten, die wir nicht von alleine beantworten können kosten nur Ressourcen, die wir woanders besser investieren können. Von den oben genannten Fragen kann ich auch gerade mal 5 beantworten und versuche auch nicht nach Antworten zu jagen. Entweder kommen sie von selbst oder aber die Frage wird irgendwann egal sein und damit ist die Frage überflüssig.
Vielleicht bin ich selbst die Möglichkeit auf eine Antwort für andere. Wie zum Beispiel für die "neu kranken" oder verzweifelten Partner. 

Was passiert hier mit mir? 
Was genau das bei dir verursacht weiß ich nicht, aber ich persönlich habe die Theorie, dass Ängste und Paniken entstehen, wenn man mit seinen Sorgen zu sehr alleine ist und sich mit sich selbst versucht damit auseinander zu setzen. Das ist wie mit den Fragen oben. Du kannst versuchen krampfhaft nach Antworten zu suchen oder es akzeptieren, dass du es alleine nicht raus bekommst und nach Hilfe fragen.

Wie kann ich das unterdrücken? 
Unterdrücken ist nicht gut. Es gibt Situationen, in denen es leider sein MUSS um sich selbst und andere zu schützen aber die Kunst ist es, ein Ventil zu finden, das dir ermöglicht dieses miese Gefühl in kleinen Mengen abzubauen. Meine kleinen Tricks: Anspannung los werden indem ich meine Schultern fallen lasse (wurde mir von meiner damaligen Freundin gezeigt), versuche Nervosität mit Spielereien mit den Fingern abzubauen, zwischendurch einmal tief ein atmen und die Luft inne halten und dann alles raus lassen um den Atemfluss kurz zu unterbrechen und das Hyperventilieren zu verhindern. Es gibt kein Patentrezept dafür. Such dir Dinge, die dir gut tun. Sei es Sport, Anime, Musik oder Games und versuch aus deinen Lieblingssachen Dinge zu adaptieren, die dir dabei helfen, diesen Mist los zu werden. Wie dir Sport und Anime helfen soll? Ganz easy. Mittlerweile weiß die ganze Welt ja, dass Paintball meine Lebenserfüllung ist und wenn ich nervös werde, fange ich an zu triggern und damit kann ich dann meine Anspannung etwas los zu werden und habe das Gefühl dagegen an zu gehen ohne dass es direkt jeder mit bekommt. Einige schauen komisch auf die Finger und wenn es wen stört, ist der Mittelfinger nicht weg.

 Und Animes? Naja. Naruto ist meiner Meinung nach voller Weisheiten und Werte, die wir adaptieren können. Wie zum Beispiel diverse Techniken helfen dann auch sich zu konzentrieren. Für die, die es kennen oder eben genau für die, die es noch nicht kennen:

Diese Handbewegung/-haltung hilft mir dabei, mich zu sammeln und innere Ruhe zu finden. Ganz praktisch dabei: Ich verbinde etwas damit, was mir gut tut, mir gefällt und Spaß macht und es fällt niemandem auf, der es nicht wissen soll, dass es dir gerade schlecht geht und du dich konzentrieren und entspannen musst. Ich nutze das in Kombination mit dem folgenden Bild:

















Das sind in Naruto innere Tore um Kräfte frei zu lassen. Also auch Ventile. Meine Anspannung/Angst sitzt meisten im Hals, der Brust oder im Magen (3 oder die 4). Also heißt es für mich "jetzt locker bleiben, lass die Schultern fallen, entspann dich, öffne das Ventil und lass die Anspannung los" ich schließe einen unauffälligen Moment länger die Augen als sonst, atme aus und stelle mir vor, wie der Druck durch das Ventil geht und den Körper verlässt. Klappt mal besser und mal schlechter aber es hat mir in unzähligen Momenten den Arsch gerettet und vor der Apathie bewahrt. Und alles, was das Umfeld davon mitbekommt ist, dass ich da sitze mich nach vorne lehne und meine Finger vor den Mund/an die Nase halte. Für "normal sterbliche" ist das einfach nur eine Körperhaltung.

Wie kann ich als Partner verstehen was da passiert?
Natürlich ist es bei jedem ein wenig anders also kann ich nur meine Erfahrungen publizieren und hoffe, dass es annähernd hilft.
Das Leben mit der Angst ist ein Schizoides Dasein. Stell dir vor du bist am joggen und dein Herz schlägt stark. Du denkst "Fuck, hab ich ne scheiß Kondition" und dann gibt es da diesen kleinen Parasiten im Hirn, der Zugriff auf deine Gedanken und deinen Körper hat. Dieser Parasit sitzt da und schreit dich förmlich an, dass dieses Herzklopfen nicht gesund ist und er fängt an körperliche Symptome hervorzurufen und sagt dir "SIEHST DU! DIESES KRIBBELN IM ARM! DAS MEINE ICH! JETZT ACHTE AUF DAS HERZ! ES WIRD STÄRKER UND SCHNELLER!" daraufhin achtest du auf das Herz und selbstverständlich wird es schneller und stärker, weil du nervös bist und dann bist du im Kreislauf gefangen. 
















Und da raus zu kommen Bedarf Geduld, Übung, Zeit und Ruhe. Es wird sehr oft sehr lästig aber wenn man das einmal geschafft hat so eine Situation zusammen auszuhalten, bis die Angst ganz schwindet ist das ein unbeschreiblich gutes Gefühl und das kann die Beziehung sehr festigen.
Hier ist ein älterer Post der ein klein wenig Hilfestellung geben kann:
http://sephis-welt.blogspot.de/2014/03/angst-tagebuch038.html

Für's erste war es das wieder und ich versuche bald ein wenig mehr darauf ein zu gehen. (Vielleicht kommt auch wieder ein Guest-Writer...)

Dienstag, 21. Oktober 2014

Damals war alles besser

Seit ich zurück denken kann, höre ich immer, dass früher alles besser war. Es ist egal, wen man fragt oder um welches Thema es geht. Die Winter waren schöner, die Sommer waren länger, die Preise niedriger und man konnte in der Nacht ohne Angst über die Straße gehen.
Mittlerweile ist meine Generation auch schon dabei über die Nachfolgende zu schimpfen. Schon beinahe erschreckend zu sehen, dass alte "Freunde" schon mit Kindern um sich werfen, heiraten und sich schon scheiden lassen.
Doch kommen wir zum eigentlichen Punkt:
Wie war mein Leben bevor es mir schlecht ging? Ich kann mich kaum daran erinnern, wie es ist "normal" zu sein. Wie ist das Bewusstsein einer Person ohne Ängste, Zwänge und Sicherheitsverhalten? Wenn ich mich an gewisse Dinge erinnere, dann weiß ich nicht mehr, was ich da gedacht haben könnte oder wie ich diese Situation ohne Angst aushalten konnte. Ganz besonders, wenn ich daran denke, dass es zu dem Zeitpunkt noch keine Handys für uns gab oder wir einfach nicht wussten, wo wir waren und mitten im Wald standen ohne jemanden Bescheid zu geben wo wir sind.
Wir lernen die Dinge erst dann zu schätzen, wenn wir sie nicht mehr haben. Aber ich weiß nicht mal mehr, was ich gehabt habe...

Montag, 13. Oktober 2014

Was würdest du tun...

Durch eine gewisse Reklame aus dem TV bin ich auf den Gedanken gekommen:
Was möchtest du im späten Alter gemacht haben? Das bringt mich echt hart zum grübeln. Ich habe mal geschrieben, dass ich nicht viele oder große Lebensziele habe. Doch seit dem hat sich viel getan.
Ich habe viel emotionale Höhen und Tiefen mit gemacht und habe mich stabilisieren können, wie bisher noch nie. Ich bin an dem Punkt an dem ich weiß, dass ich auch irgendwann eine Familie haben möchte, sportlichen Erfolg erreichen will und einfach das Glück zulassen möchte. Ich werde mich auf die richtigen Freunde konzentrieren und mir über kleine Lebensziele Gedanken machen. Ich weiß bisher aber schon, dass ich ein wenig reisen möchte. Ich will auf jeden Fall mal nach England und nach Japan. Das wird eine gewaltige Herausforderung, verbunden mit sehr viel Angst und Chaos, doch wenn es so weiter geht wie bisher und ich mich auch in Zukunft kontinuierlich immer besser kontrollieren kann, denke ich, dass es ein realistisches Ziel sein kann,
Ich merke derzeit immer mehr, dass ich die körperlichen Frühwarnzeichen erkenne und aktiv und produktiv dagegen angehen kann. Auch das Entspannen fällt derzeit reicht leicht. Ich blicke mal optimistisch in die Zukunft und hoffe, dass die Ängste nicht wieder die Oberhand gewinnen.
stay tuned

Mittwoch, 20. August 2014

Angst Tagebuch#043

Es ist ein schlimmes Gefühl die Angst alleine aushalten zu müssen.
Der Hals verengt sich, der Magen tut weh und alles was in dem Kopf vorgeht ist, dass dies die letzten Momente sein könnten. Das was mich derzeit beruhigt ist, dass für den Fall der Fälle alles geklärt ist. Auf dem Desktop befindet sich die Textdatei, die alles regeln soll.
Ich habe Angst alleine zu sein und dennoch gleichzeitig zu feige um Leute an mich heran zu lassen.
Ich wünschte ich hätte mehr Freunde, die mich etwas aus meiner Comfortzone rausholen und mich mal mit in`s Nachtleben schleppen. Die, die es tun würden, wohnen leider zu weit weg.
Oder liegt es daran, dass ich Leute durch das Internet näher an mich heran lasse, weil ich ihnen nicht direkt in die Augen sehe wenn ich sage "..mir geht es JETZT gerade scheiße, ich weiß nicht wohin mit mir."
Ein richtig offenes Gespräch von Gesicht zu Gesicht hatte ich seit einiger Zeit nicht. Zumindest nicht mit normalen Freunden. Die letzten emotionalen Gespräche haben mich heulen lassen und an meiner Zukunft zweifeln lassen.
Ich denke ich stehe mir selber im Weg und es geht mir jetzt, genau JETZT scheiße und ich sitze heulend vorm Rechner, weil ich nicht weiß, wie lange der Schmerz und die Angst bleibt. Doch ich stehe alleine da und alles was mir gerade bleibt ist der Bass durch die Kopfhörer...

Mittwoch, 13. August 2014

Angst Tagebuch#042

Langsam werden die Angstzustände durch Zukunftsängste weniger.
Was bleibt ist der mangelnde Schlaf. Ich esse gut und trinke ausreichend.
Ich möchte noch nicht behaupten, dass es mir gut geht aber immerhin geht es mir nicht ganz scheiße. Es ist eine Tendenz nach oben erkennbar.
Ich habe mich bei der Fahrschule angemeldet um schnell einen Mofa-Führerschein machen zu können. es ist nicht viel aber kostet auch nicht viel.
Die Idee dahinter:
schnell einen Führerschein machen um mobil zu sein - Mobilität ermöglicht bessere Arbeitschancen durch fehlende Abhängigkeit durch Busse, Freunde oder sonst wen - verdientes Geld an die Seite legen und damit einen Autoführerschein machen - nächstes Jahr, wenn Führerschein und Auto vorhanden, evtl eine Ausbildung anfangen.
Ich bin täglich mehrfach mit meinem Hund im Park, versuche die Sonne zu genießen und etwas Wärme in mich auf zu nehmen.
Es bleibt dabei, dass es nichts schöneres derzeit gibt als Paintball. Ich warte schon ungeduldig auf den nächsten Spieltag. Dies ist der letzte der Saison und gleichzeitig der erste Spieltag an den ich ohne meine (Ex)Freundin hinfahre. Das macht mich nervös. Es bedeutet 5.30 Uhr hier in Paderborn losfahren und dann nach Gelsenkirchen fahren und da meinem Team helfen. Das was mir dennoch Sicherheit gibt, ist dass der Kader über meine Probleme Bescheid weiß und Markus dabei ist. Der, der seit Anfang an bei mir ist und mich nie hängen lässt. Danke dafür...

Montag, 4. August 2014

Angst Tagebuch#041

Es sind nicht die sonstigen Probleme, die derzeit in mir Angst auslösen. Es ist einfach das gesamte Leben.
Meine Brust fühlt sich an als müsse etwas heraus und das mit gewaltig Druck.
Wenn ich an die Zukunft denke, bin ich nicht sehr optimistisch. Ich muss wieder eine neue Wohnung suchen, dann von da aus (zur hoffentlich baldigen) Arbeitsstelle und dann nebenbei noch meine Janka versorgen. Und während ich versuche nicht aufzugeben und mich von der nächsten Klippe zu stürzen habe ich das Gefühl, von immer mehr Leuten verlassen oder einfach ersetzt zu werden.
Alles was mir lieb und wichtig ist, scheint einen Weg ohne mich einschlagen zu wollen und ich habe nicht die Möglichkeit meine Fehler wieder gut zu machen.
Alles was ich getan oder gesagt habe wird gegen mich verwendet, doch das, was ich alles auf mich genommen habe in den letzten Jahren wird von den wenigsten Leuten gesehen und beachtet.
Ich habe es geschafft von zu Hause aus, aus zu ziehen um für die Liebe da zu sein und ein neues Leben zu starten, Ich habe dafür viele Ängste und Paniken auf mich genommen, Ich habe einem Freund viel geholfen ohne dafür überhaupt Anerkennung zu wünschen, da ich weiß, dass er es einfach nicht anders kann.
Und jetzt bin ich hier, voller Angst, Zweifel und Trauer... Und wofür das? Für einen Tag voll Einsamkeit.
Der Hass auf die Menschen wird größer und ich weiß nicht, wie lange ich es aushalte, wenn es weiter so krass bergab geht.
Wenn ihr ungefähr wissen wollt, wie sich das anfühlt nehmt euch die paar Minuten und hört euch folgendes an, auch wenn euch das Genre nicht gefällt. Es sind die Worte, die mich denken lassen, dass es nicht nur mir so geht:
https://www.youtube.com/watch?v=r1jlXfyOs-A Cr7z - Tageslicht

Freitag, 1. August 2014

Kraftlos

Scheinbar reicht es nicht, dass es mir einfach nur schlecht geht. Nein. Es muss ja schlimmer kommen.
Ich bin am Ende. Das meine ich nicht mal Metaphorisch. Ich bin tatsächlich ganz unten am Ende angekommen. Ich habe nicht mal die Kraft um wieder von da weg kommen zu wollen.
Ich bin alleine hier. Das einzige was mir helfen könnte, blickt auf mich herab, tritt mich mit Füßen und fühlt sich selber schlecht dabei, das macht mich kaputt.
Wäre Janka nicht, würde ich morgens nicht mal aufstehen. Ich würde einfach im Bett warten, dass die Zeit vergeht.
Ich bin traurig wie nie, sauer, unter Druck und voller Hass... Ich habe kein Ventil, Therapie kommt nicht in Frage und niemand scheint mir helfen zu können. Ich wüsste ja auch nicht mal wie das gehen sollte.
Jede Sekunde des Tages ist eine Folter, in jeder Sekunde in der ich alleine bin, schreit mein Kopf, was du gerade mit wem tust. Wie kann ein Mensch das ertragen? Wie soll ich weiter machen können, mit dem Wissen, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Wird es überhaupt noch lange sein?
Ich habe das Gefühl als würde mein Körper aufgeben wollen. Selbst die Angst vor dem sterben schwächt ab. Was mir nicht gefällt, ist nur die Art und Weise wie es eventuell geschehen könnte.
Ich stehe alleine da und habe keine Hoffnung mehr auf eine gescheite Zukunft.
Ich wurde die Tage gefragt: "Suchst du eigentlich neben dem 450,-€ job ne ausbildung? Du kannst da ja nicht für immer bleiben."
Mein Gedanke: "Solange habe ich nicht vor irgendwo zu sein."
Ich weiß,  dass das gefährliche Gedanken sind und darum rede ich mit niemanden richtig drüber.  Alles was ich habe ist mein Hund und das Internet, wo ich alles rein schreiben kann ohne verurteilt zu werden.

Dienstag, 22. Juli 2014

16 Tage

16 Tage ist es nun her, dass meine Freundin und ich uns getrennt haben.
Von Tag zu Tag setzt es mir mehr zu und ich merke, wie die Einsamkeit mich von inner auffrisst und ich wieder Perspektivloser werde und alte Verhaltensmuster auftreten.
Ich kann so gut wie nicht schlafen und wenn ich mal schlafe, träume ich Dinge, die mich sauer und traurig machen. Im Schnitt habe ich derzeit 3-4 Stunden Schlaf. Es ist nicht annähernd ausreichend aber immerhin bekomme ich etwas.
Das einzige Ventil das ich habe ist Paintball. Nur in den Minuten habe ich kurz einen freien Kopf und habe was anderes außer sie im Kopf.
Wenn man mich fragt, wie es mir geht antworte ich meist mit "Ich überlebe". Schließlich wollen sie nichts negatives hören und fragen nur aus Höflichkeit.
Es fühlt sich an als wäre meine Gedanken von einem Parasiten befallen, der mich den ganzen Tag anschreit und versucht meine Gedanken zu manipulieren.
Das einzige worauf ich derzeit hoffen kann ist ein Arbeitsvertrag in einer Paintballhalle.
Ich habe die Schnauze voll ständig zu Hause zu hocken und mich vor Beamten recht zu fertigen, was ich wann und warum mache.
Ich will doch einfach nur meine Ruhe haben und leben können wie andere Menschen auch.
Vom finanziellen Existenzminimum zu leben ist auch so ein Punkt. Ich brauche dringend einen Führerschein um freier sein zu können und endlich durchstarten zu können.
Die öffentlichen Verkehrsmittel sind einfach zu teuer um damit in die Stadt fahren zu können. Ein Monatsticket kostet auch weitaus zu viel um es finanzieren zu können.
Ich bin gerade alles andere als glücklich oder zufrieden. Ich werde wieder feindlich gesinnt gegenüber anderen Menschen, weil ich einfach kaum jemanden vertrauen kann.
Ich habe Angst davor bald die Kontrolle über mich zu verlieren...

Samstag, 5. Juli 2014

Irgendwas ist immer

Momentan geht's mir..... Wie soll ich diesen Satz beenden? Ich weiß es selber nicht genau.
Ich bin mittlerweile gut in meinem Team integriert und glaube sogar langsam Freunde gewinnen zu können.
Mit fremden Menschen zu reden fällt mir leicht (ohne direkt eine Anstrengung im Gespräch zu empfinden).
Ich habe einen kleinen Job in Aussicht, wo ich wenig verdienen werde,  aber ich denke, dass es das ist, was ich machen will. Diese Arbeit erfüllt mich, macht mir Spaß und ich bin nützlich.
Aber meine Ängste nehmen wieder zu und die ruinieren meine Freude an dem ganzen. Ich hoffe, dass es nur eine kurze Phase ist und ich sehr schnell Geld für den Führerschein zusammen habe.

Samstag, 7. Juni 2014

Angst Tagebuch#040

Nach langer Ruhe wage ich mich zurück an die Tastatur.
Wie bereits erwähnt fand ich Zuflucht bei meiner Tante/meinem Onkel und habe dort die letzten Wochen verbracht. Ich bin sehr dankbar für die Aufnahme und die Unterstützung die ich dort erhielt.
Nun ist aber ein Zimmer bei einem Freund frei, wo ich dann hinziehen kann.
Es war wieder einmal ein Kampf mit den deutschen Ämtern die ganzen Genehmigungen für den Umzug zu bekommen aber schlussendlich funktionierte es dann doch.
Ich habe mich (meiner Meinung nach) gut im Paintballsport und in meinem Team "Pader Revolution" (https://www.facebook.com/pages/Pader-Revolution/410042392405653?fref=ts) integriert und habe sogar eventuell in ein paar Monaten die Chance in dem SplashPark Paderborn arbeiten zu dürfen.
Es tut sich viel. Ein erneuter Umzug, eine Perspektive für die Job-Zukunft und sportliche Aktivität.
Ich bin allerdings auch dadurch sehr gestresst...
Ich habe so viel um die Ohren, dass ich vergessen habe meine Medikamente regelmäßig zu nehmen und habe nun die Quittung dafür bekommen.
Der ganze Tag ist eigentlich ein reiner Angstzustand. Essen und trinken fällt mir schwer. Wieder einmal denke ich vorher zu viel nach und habe in den letzten Tagen durchgehend Magenschmerzen und Paniken (3 Attacken innerhalb von 4 Tagen).
Es fühlt sich so an als hätte ich ein paar Rückschritte gemacht. Aber davon versuche ich mich nicht klein kriegen zu lassen. Ich nehme es erstmal so hin, wie es ist und schone mich etwas, zwinge mich meine Medis zu nehmen und hoffe, dass sich die Grundängste dadurch etwas legen.
Hoffentlich kann ich meine ganzen Möbel diese Woche noch in die neue Wohnung bringen, denn es wird mir einiges erleichtern endlich mal wo richtig angekommen zu sein ohne ständig pendeln zu müssen.
Endlich ein "Zu Hause" finden und dort auch mal bleiben...

Sonntag, 13. April 2014

Ungewisse Zukunft

Die letzten Wochen waren alles anderes als einfach.
Ich war verzweifelt auf der Suche nach einer Wohnung/WG-Zimmer aber das schien eine beinahe unmögliche Aufgabe zu werden...
Meistens scheiterte es daran, dass ich einen Hund habe und Vermieter scheinbar so mit Vorurteilen behaftet sind, dass....
Ich schweife ab.
Doch letztendlich fand ich Unterschlupf bei meiner Familie. Am Donnerstag packe ich meine Klamotten in einen großen Bulli und ziehe zu meiner Tante.
Je näher der Umzugstermin rückt umso nervöser und ängstlicher werde ich. Alles, was ich in den letzten Jahren aufgebaut habe, wird nun auf eine ultimative Probe gestellt.
Ich ziehe in einen Ort, wo ich niemanden außer meiner Tante, meinen Onkel und meine Cousine, niemanden kenne und keine Bezugspersonen habe.
Ich bin nicht mobil und ich befürchte, dass ich von jetzz auf gleich so selbstständig sein muss, wie ich es nie sein konnte.
Was mache ich in Angst-/Paniksituationen? Kann ich gescheit essen? Klappt meine finanzielle Planung? Wie komme ich zu den Terminen vom Jobcenter?
Ich traue mich nicht zu fragen, die (meiner Meinung nach) nötige Unterstützung zu bekommen, da man mich für zu schwach halten könnte und ich "die Zähne zusammen beißen muss".
Also versuche ich es irgendwie hin zu kriegen.Vielleicht auf ein Fahrrad sparen. Mal schauen..
Ich stecke voller Ängste vor dem, was alles passieren könnte und dass ich es nicht aushalte. Aber was bleibt mir anderes übrig...?

Donnerstag, 13. März 2014

Eine Geste zeigt mehr als 1000 Worte

Ich rede oft über Frühwarnsystem, Kontrolle und Unterdrückung. ganz besonders, wenn andere anwesend sind ist es ein sehr stark ausgeprägtes Verhalten meinerseits.
Doch warum mache ich das? Hauptsächlich aus Scham und ich will nicht, dass man mich auf einmal anders behandelt oder mit Samthandschuhen anfasst.
Darum habe ich meine kleinen nonverbalen Zeichen bei der Person meines Vertrauens.
Das anstoßen mit der Nasenspitze ist ein kleines bitten um Aufmerksamkeit zur Ablenkung, da die Situation beginnt schwer zu werden.
Das umkreisen der Nase des Partners (bei platonischen freunden das starke packen nach dem Oberschenkel) soll symbolisieren "ich habe riesige angst... hilf mir..."
Der Kuss auf meine Stirn soll ein "ich pass auf dich auf, hab keine angst" symbolisieren.
Dies sind kleine Tricks, die mir Situationen einfacher machen sollen, in denen Personen dabei sind, die nicht mitbekommen sollen, was mit mir ist.
Der Kuss auf die Nase ist ein einfaches "du bedeutest mir sehr viel/ich liebe dich und danke dass du da bist"
Natürlich kann man das nicht bei jedem genau so machen aber ich denke, dass die Nachricht, die ich vermitteln möchte, ankommt.
Sucht euch kleine Hilfen im Alltag, wenn euch etwas schwer fällt. Es gibt viele kleine Hinweise, die anderen nicht auffallen und euch so viel Scham erspart wird.
Gute Nacht!