Dienstag, 10. April 2012
Alle Jahre wieder
Es geht um die Klinik. Wer aufmerksam war, der konnte feststellen, dass es mir zur Zeit richtig mies geht. Ich habe ständig Panik, bin depressiv bis zur Oberkante und bin nervlich so unbelastbar wie ein Strohhalm. Ich bin am überlegen ob ich nicht nochmal in die Klinik sollte. Ich denke, dass es evtl das Beste ist mich dort mal RICHTIG therapieren zu lassen. Ohne wütend auf das Pflegepersonal oder die Therapeuten zu sein. Ich will es einmal richtig durchziehen. Doch was hält mich davon ab?
a) Die Erfahrung der wohl schlechtesten Therapie in der Kinder-&Jugendpsychiatrie
b) Die Angst dort essen zu müssen
c) Ein ziemlich einschneidendes Erlebnis in der Erwachsenenpsychiatrie, wo man mich hat hängen lassen
d) Ich habe Angst vor der Nachtschwester, da ich sie für zu inkompetent halte
Doch sollte ich mich für die Klinik entscheiden...
Was passiert mit meiner Gilde?
Kann ich die Leitung erneut abgeben ohne dass Köpfe rollen?
Wer kümmert sich in der Zeit um Janka?
Wird die Therapie so wie ich es mir erhoffen würde oder eher wie ich sie befürchte?
Welchen Therapeuten würde ich wohl dieses mal haben?
Wieder eine blutige Anfängerin, die noch im Praktikum steht?
Am meisten freue ich mich dann auf die werte Chef-Ärztin. Sie ist gefühlslos. Sie sieht im Patienten nur den Profit und geht nach dem Lehrbuch. Was nicht im Lehrbuch steht, ist falsch und wer darauf nicht anspringt hat Pech. Was sagt ihr dazu?
Samstag, 7. April 2012
2 Schritte vor und 5 zurück
Es lief eine Zeit lang gut. Sehr gut sogar. Aber jetzt gerade ist Subjektiv alles für den Arsch. Ich habe das Gefühl, dass ich auf der Stelle trete. Ich kann mich aber auch nicht dazu aufraffen etwas alleine zu unternehmen, da die Angst auch einfach zu groß davor ist. Leider kommt Janka (mein Hund) VIEL zu kurz dabei. Ich schaffe es nicht mit ihr spazieren zu gehen, so wie sie es eigentlich braucht. Ich schaffe es maximal bis vor die Tür, wo sie dann in unseren großen Garten kann. Doch ich möchte das ab der kommenden Woche ändern! Nur ich brauche anfangs Hilfe dabei.... Meine Eltern fallen dabei schonmal direkt weg. Meine Mutter zu fragen ob sie mich anfangs unterstütz ist mir zu unangenehm, da sie in solchen Situationen gerne mal den Oberpsychiater raushängen lässt. Meinen Vater werde ich auch nicht fragen, da wir uns gerade nicht sehr gut verstehen. Er verhält sich zur Zeit wie eine Diva (bitte keinen Snickers Kommentar....).
Ich putze Fenster, sauge, kümmer mich um die Spülmaschine und wasche meine Wäsche selbst. Meist kümmer ich mich auch um das Abendessen da sonst aus Faulheit unter der Woche nicht gekocht wird. Und dann darf ich mir Sprüche anhören wie "wann hast du mal vor im Haushalt was zu machen?". War darauf bezogen, dass ich am Vorabend meinte, dass ich es nicht schön finde, wenn deren Post und Kleinkram die ganze Woche auf dem Küchentisch liegen.
Also habe ich das richtig verstanden, dass ICH seine seine Rechnungen etc wegräumen soll? Abgesehen davon, dass ich nicht weiß wohin damit habe ich doch nichts daran zu suchen, denn dann würde mein Name drauf stehen, oder nicht? Außerdem fing er dann an mit unseren Nachbarin am Frühstückstisch über das Thema "Tod und sterben" zu philosophieren. Daraufhin habe ich darum gebeten, dass wir doch bitte nicht darüber sprechen. Ich habe schon genug Probleme damit. Er meinte mich dann aber wieder anzumeckern, dass er bestimmt nicht aufhört darüber zu reden nur weil es mir nicht passt... Und meiner Freundin erzählt er, dass er von mir genervt ist, weil ich so tue als würde die Welt sich nur um mich drehen und es müsse alles nach meiner Pfeife tanzen...... Drückt arg auf die Stimmung und das Selbstbewusstsein. Wie sehr muss ich mich verbiegen damit ER zufrieden ist und mich in Ruhe lässt? Aber ich schweife stark ab.
Ich denke mal, dass es darauf hinaus laufen wird, dass meine Freundin mich an die Hand nehmen muss und mir den Wiedereinstieg ermöglicht. (wenn sie denn mal Zeit hat)
Freitag, 6. April 2012
Forever Alone lvl 85
Ich sehne mich nach den Zeiten an denen ich viel mit Freunden machen konnte und viel Unsinn angestellt habe. Der Soziale Kontakt von Freunden ist unersetzlich. Natürlich habe ich meine Freundin und Familie, aber es ist nicht das gleiche. Einsamkeit bringt Frust und Zorn mit sich. Nicht unbedingt auf mein Umfeld. Eher unzufriedenheit, hass und missgunst mir selbst gegenüber. Ich werde mit der Zeit immer komplizierter und wütender. Man kann es leicht erkennen. Ich werde sozial inkompatibel. Normale Gespräche sind mir unangenehm und zu oberflächlich. Ich kann keine normale Unterhaltung am Laufen halten. Ich schreibe lieber SMS, Email etc da ich da genau überlegen kann was ich schreibe antworte und wie darauf reagiert wird. Selbst die kleinste Stresssituation zeigt mir, dass meine Belastbarkeit auf ungefähr 0 liegt. Lautstärke, durcheinander oder multitasking bereitet mir Kopfschmerzen und schlechte Laune. Dabei meine ich es nicht böse.... So kenne ich mich nicht von früher.... Was passiert nur mit mir? Werde ich wie ein alter garstiger Mann, der an allem etwas auszusetzen hat?
Mittwoch, 4. April 2012
Angst Tagebuch #021
Es wird wahrscheinlich nicht gerade jeden zufrieden stellen, aber ehrlich gesagt geht es mir momentan ziemlich dreckig. Die Geschichte mit dem Magen scheint so schwerwiegend zu sein, dass ich NICHTS zu mir nehmen kann ohne Panik auszulösen. Panik? Warum?
O.K. gehen wir dieses Thema nochmal durch...
Das Essen an sich ist ne dolle Sache und ziemlich lecker. Bis hierhin werden mir die meisten zustimmen. Aber seit dieser ganzen Magenkiste ist mir ständig schlecht und ich habe Schmerzen. Es fängt mit dem Morgen an.
Ich bin wach und habe Schmerzen. Diese Schmerzen lösen wiederum Übelkeit aus. Durch diese Übelkeit ist es mir persönlich unmöglich etwas zu Essen oder gescheite Mengen zu trinken.
An dieser Stelle denken ein paar von euch: "Es ist doch nur Übelkeit!? Was soll passieren?"
Let me tell you...
Übelkeit ist für mich arg belastend und auch sehr einnehmend. Wenn mir sehr schlecht ist, habe ich direkt den worst case im Hinterkopf, indem ich mich übergeben muss und direkt die Angst habe daran zu ersticken. Einige Ärzte sagen, dass es hier und da mal vorkommen kann und andere Ärzte sagen es ist UNMÖGLICH wegen natürlichen Überlebensreflexen bla bla bla...
Man kann mir so oft sagen wie man will, dass nichts passiert. Wenn in den Stein gemeißelt wurde ist es schwer und dauert lange einen Fehler zu beheben.
Also muss ich wählen zwischen
A) essen
B) nicht essen
Bei Variante A wisst ihr nun ja schon in etwa was daraufhin folgt. Bei Variante B ist es so, dass ich so lange nichts essen kann, bis mir vor hunger schlecht wird. Eine Win-Win-Situation für meine Angst. Die "nicht essen" Variante funktioniert meist bis Nachmittags aber dann wird es dann doch ein wenig zu anstrengend und ich muss mich dem hingeben. Für mich eine Wahl der Qual. Meine Angst hat mich mittlerweile so sehr im Griff, dass sie also auch mein Ess-Verhalten im Griff hat... Dieses Thema hatte ich ja schonmal ein wenig angedeutet (In einem vorherigen Post). Psychologen sind sich einig, dass es immerhin keine Ess-Störung ist, sondern ein Folgeverhalten der generalisierten Angststörung.
Aber mal abgesehen vom Futtern (bevor der ein oder andere nur noch an Schnitzel und Co denkt) ist es gerade nicht einfach mit mir. Da meine Angst mich wieder über die kalten Monate zurück erobert hat bin ich wieder ziemlich Depressiv und auf ner gewissen Anspannungshöhe. Ich habe kein positives Selbstbild, keine schöne Zukunftsvision und fühle mich einfach nur noch kaputt... Ich brauche Urlaub vom Leben :-/ Einfach mal irgendwo für ne Woche hin und keine Angst verspüren. Das wäre mal was...
Ich bitte euch mich nicht direkt auf diesen Depressionskram anzusprechen... SMS oder Online-Nachrichten wären in Ordnung aber bitte nicht per Telefon oder ähnliche direkte Gespräche.
So long..
Donnerstag, 22. März 2012
Angst Tagebuch #020
Sobald ich wach werde ist mir schlecht. Ich habe Schmerzen und mir ist schlecht. Die schmerzen befinden sich Links unterhalb der rippen im verdauungstrakt. Der Arzt ist aber der Meinung, dass es vom Magen kommt. Jedenfalls ist die Ursache noch ungeklärt. Nur diese schmerzen und die Übelkeit die dadurch resultiert machen es mir unmöglich Nahrung zu mir zu nehmen. Das gilt für Essen UND Trinken. Daraus wieder resultiert, dass ich morgens meine medis nicht runter kriege und ich mir denke "Ok. Dann nimmste die eben sobald es besser ist."
Ja....... Genau..... 1 Stunde später ist es auch schon wieder vergessen.. Ja ihr lest richtig. Ich nehme meine medis nicht regelmäßig. Ist natürlich nicht schön, denn das heißt, dass es mir psychisch auch immer beschissener geht.. Teilweise ZU schlecht. (ihr wisst worauf ich hinaus will)
Kurzgefasst:
Momentan sieht mein Alltag alles andere als schön aus. Die Übelkeit beeinträchtigt mich einfach viel zu sehr.
Es kommt gerade einfach alles zu kurz und ich muss abwarten was die Ärzte sagen. Darf demnächst erstmal zu einer ambulanten Magenspiegelung. Da kommt Freude auf...
Am meisten tut es mir um meinen Hund leid, der zwar nicht die Runden drehen kann, die ich gerne mit ihr machen würde. Aber als kleinen Ausgleich kommt sie mit mir mehrfach in den Garten, wo ich dann mit ihr tobe und spiele, sodass sie etwas Auslauf bekommt.
Und ich wehre mich vehement dagegen, dass die Schmerzen angeblich psychischer Natur sind. Das kann nicht sein... Und das will ich auch nicht wahr haben, denn dagegen kann ich nicht angehen...
P.S.
Dieser Post wurde mit der App erstellt und ich bin nicht für Fehler in der Rechtschreibung verantwortlich^^'
Freitag, 16. März 2012
Der Countdown läuft
Ich hatte mir mal eine gewisse Frist gesetzt, bis wann ich wieder gesund sein möchte. Und diese Frist läuft in diesem Sommer ab. Ich denke nicht, dass ich es pünktlich zum gewünschten Termin schaffe.
Aber nach wochenlanger depressiven Phasen, Demotivation, Hunger und Übelkeit bin ich gerade ein kleines bisschen optimistisch aber möchte es nicht zu sehr raushängen lassen.Denn mir ist aufgefallen, dass meine Launen auch SEHR abhängig von Jahreszeiten und dem Klima abhängig ist.
Im Frühling/Sommer ist so beinahe mein Stimmungshoch und ich bin sehr motiviert und gewillt an mir zu arbeiten. Doch sobald es dann in die kältere und ungemütliche Zeit geht, werde ich sehr schnell.... Ich will jetzt nicht depressiv sagen, denn das wäre glaube ich ein kleines bisschen überzogen aber es fühlt sich ähnlich an.
Ich habe durch ein Gespräch kleinere Zukunftsvisionen/Lichtblicke erreichen können. Denn es war ne sehr lange Zeit einfach nur mein Lebensziel meinen Schulabschluss hinter mich zu bringen und das so gut wie möglich. Als ich dies aber letztes Jahr erreichte wusste ich einfach nicht weiter.
Was will ich weiter machen?
Mache ich noch Schule?
Will ich arbeiten?
Wenn ja, wo und wie? Ganztags? Halbtags? Oder vielleicht sogar Heimarbeit?
Und ich glaube ich habe nun etwas für mich gefunden.
Ich will einfach LEBEN! Zur Zeit ist es bei mir im Alltag alles andere als schön. Meine Medikamente wurden erhöht, jedoch vergesse ich sie ständig, wenn man mir nicht in den Hintern tritt.
Und davon abgesehen träume ich zur Zeit sehr oft von Familienangehörigen. Sei es meine Cousine (die zur Zeit sehr auffällig oft überall drin vor kommt), meine Neffen und Brüder oder ich einfach selbst schon Familienvater bin.
Ich denke, dass ich scheinbar ein sehr großes Bedürfnis nach meiner GANZEN Familie habe und eben nicht nur mit meinen Eltern was unternehmen kann. Außerdem denke ich, dass ich ein besserer Onkel sein möchte. Ich weiß, dass es schade und nicht gerade schön ist, wie wenig ich die kleinen sehe und ich will das ändern.
Nach monatelanger innerer Wehr gegen Psychotherapie werde ich nun doch wieder die professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und mich dem intensiv widmen. Besonders für eine Person, der ich es versprochen habe. (Werden keine Namen genannt, die Person weiß bescheid ;) )
Und sobald ich wieder einigermaßen auf den Beinen bin gilt folgender Plan:
-Führerschein machen
-Wohnung in PADERBORN (eher Elsen) suchen um meiner Familie näher zu sein
-Hoffen, dass ich arbeiten gehen kann
Ich denke mal die Wohnung wird entweder ein betreutes Wohnen oder eine WG sein.
So und nicht anders stelle ich mir meine weiteren Monate vor.
Warum ausgerechnet Elsen? Weil da mein Bruder mit seiner Frau und den Kindern wohnt und wie bereits erwähnt, würde ich gerne mehr Zeit mit denen verbringen und auch meine Schwägerin entlasten. Denn ich denke, dass ich DORT was tun und mein Leben etwas in Ordnung bringen KANN.
Die letzten paar Wochen waren hart. Sehr hart. Aber alles wird sich ändern........
Freitag, 24. Februar 2012
Y U NO WRITE?
Wie euch bereits aufgefallen sein dürfte, ist die Aktivität meines Blogs ein wenig gesunken. Das Kompliment gebe ich aber auch gerne zurück ;). Ihr habt euch auch schon mal öfter in den Kommentaren sehen lassen^__^ aber da ich in erster Linie für mich schreibe und nicht um ein gewünschtes Minimum von Lesern zu erreichen ist dies für mich garnicht mal so schlimm. Aber um mich zu rechtfertigen (ja das möchte ich an dieser Stelle):
Ich schreibe zur Zeit wenig, da wenig in.meinem Leben passiert.
Ich wünsche mir zwar Tag für Tag, dass mein Leben sich ändert und das positiv aber ich tue dafür leider zu wenig. Dies hat aber in keinster Weise mit Faulheit oder Bequemlichkeit zu tun, sondern mit sehr sehr argen schmerzen im Bauch- & Magenbereich. Teilweise sind die Schmerzen so schlimm,dass ich mich kaum bewegen kann. Zur Zeit ist (neben meinem Hundi) das Körnerkissen mein treuester Begleiter des Alltages. Und um die "geh zum Arzt"-Kommentare vorab verhindern zu können: ich war bereits beim Allgemeinmediziner meines Vertrauens und habe "Omeprazol" verschrieben bekommen.. Nur zeigt es kaum Wirkung. Das liegt eher dann daran, dass ich nicht der beste Freund von regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bin :/
Ich wünsche euch eine gute Nacht und werde mich bei Star Wars Episode1 nun schön in's Bett kuscheln und versuche sanft in das Land der Träume einzutauchen.