Ich bin seit Montag in der Nähe von Hamburg in den Center parcs bei der bispinger Heide.
Was kann ich dazu sagen? Objektiv betrachtet ist es ganz schön und familiär eingerichtet und Kinder haben hier bestimmt riesigen Spaß aber was mich angeht ist es kacke! Ich habe keine Adresse, kein Telefon außer mein Handy und das Auto ist mindestens einen fünf minütigen Fußmarsch entfernt.
Gefundenes Fressen für meine Angst. Mir gehts durchgehend schlecht. Ich kann kaum Essen und Trinken, mir ist am.laufenden Band schlecht und ich habe schmerzen im ganzen Körper. Sei es Magen, Darm brustkorb oder sonstiges.
Die körperliche Symptomatik fährt auf Hochtouren.
Mir kann es gut gehen wie es will aber sobald ich drei Tage nicht zuhause bin geht es mir kacke. Ich kann hinfahren wo ich will, ES WIRD MIR SCHLECHT GEHEN. Ich rede hier nicht von erwartungsangst sondern von Erfahrung und dessen Auswertung. Wenn es nach mir geht bin ich mal gerne irgendwo über Nacht aber das wars dann auch schon.
Aber wenn ich meine ehrliche Meinung darüber kund gebe, dann prall ich ja nur auf Widerstand also rede ich nicht drum herum und tue was man von mir erwartet. Auch wenn ich weiß, dass ich nach jedem "Urlaub" wieder ganz unten bin und fast von vorne anfangen darf.
Es war in Holland so.
Es war in Paris so.
Es war in Uelzen so.
Es ist JETZT so.
Es wird weiterhin so sein.
Donnerstag, 19. April 2012
Urlaub?
Dienstag, 17. April 2012
Das Ende
Ein ziemlich harter Titel, der nicht so ernst genommen werden sollte. Oder doch?
Zumindest wollte ich eines mitteilen: Ich höre auf gegen die Angst zu kämpfen.
Soll das heißen, dass die Angst gewonnen hat? Nein!
Ganz im Gegenteil. Ich versuche nun eine Co-Existenz aufzubauen. Einfaches Prinzip:
Was funktioniert wohl eher? Mit einem alten Freund sich gegenseitig so lange in die Schnauze zu hauen bis einer langsam nachgibt oder die andere Meinung akzeptieren und einfach die Realität zu beobachten und daraus zu lernen?
Es ist eine alte Theorie, die schon seit Jahrzehnten im Buddhismus geleert und als erfolgreich empfunden wird. Denn nur durch Akzeptanz und inneren Frieden kann man zur Ruhe kommen und sich darauf einlassen was mit einem passiert.
Die Angst ist kein Feind. Sie ist ein Teil von uns und versucht uns vor gefährlichen Situationen zu beschützen, doch ist es bei mir einfach zu ausgeprägt und muss wieder reguliert werden. Ich hoffe, dass diese Art und Weise mehr fruchtet und erfolgreicher ist. Auch wenn es sehr schwer ist dies nach all den Jahren im Krieg mit meinem inneren Dämon zu kooperieren
Dienstag, 10. April 2012
Alle Jahre wieder
Es geht um die Klinik. Wer aufmerksam war, der konnte feststellen, dass es mir zur Zeit richtig mies geht. Ich habe ständig Panik, bin depressiv bis zur Oberkante und bin nervlich so unbelastbar wie ein Strohhalm. Ich bin am überlegen ob ich nicht nochmal in die Klinik sollte. Ich denke, dass es evtl das Beste ist mich dort mal RICHTIG therapieren zu lassen. Ohne wütend auf das Pflegepersonal oder die Therapeuten zu sein. Ich will es einmal richtig durchziehen. Doch was hält mich davon ab?
a) Die Erfahrung der wohl schlechtesten Therapie in der Kinder-&Jugendpsychiatrie
b) Die Angst dort essen zu müssen
c) Ein ziemlich einschneidendes Erlebnis in der Erwachsenenpsychiatrie, wo man mich hat hängen lassen
d) Ich habe Angst vor der Nachtschwester, da ich sie für zu inkompetent halte
Doch sollte ich mich für die Klinik entscheiden...
Was passiert mit meiner Gilde?
Kann ich die Leitung erneut abgeben ohne dass Köpfe rollen?
Wer kümmert sich in der Zeit um Janka?
Wird die Therapie so wie ich es mir erhoffen würde oder eher wie ich sie befürchte?
Welchen Therapeuten würde ich wohl dieses mal haben?
Wieder eine blutige Anfängerin, die noch im Praktikum steht?
Am meisten freue ich mich dann auf die werte Chef-Ärztin. Sie ist gefühlslos. Sie sieht im Patienten nur den Profit und geht nach dem Lehrbuch. Was nicht im Lehrbuch steht, ist falsch und wer darauf nicht anspringt hat Pech. Was sagt ihr dazu?
Samstag, 7. April 2012
2 Schritte vor und 5 zurück
Es lief eine Zeit lang gut. Sehr gut sogar. Aber jetzt gerade ist Subjektiv alles für den Arsch. Ich habe das Gefühl, dass ich auf der Stelle trete. Ich kann mich aber auch nicht dazu aufraffen etwas alleine zu unternehmen, da die Angst auch einfach zu groß davor ist. Leider kommt Janka (mein Hund) VIEL zu kurz dabei. Ich schaffe es nicht mit ihr spazieren zu gehen, so wie sie es eigentlich braucht. Ich schaffe es maximal bis vor die Tür, wo sie dann in unseren großen Garten kann. Doch ich möchte das ab der kommenden Woche ändern! Nur ich brauche anfangs Hilfe dabei.... Meine Eltern fallen dabei schonmal direkt weg. Meine Mutter zu fragen ob sie mich anfangs unterstütz ist mir zu unangenehm, da sie in solchen Situationen gerne mal den Oberpsychiater raushängen lässt. Meinen Vater werde ich auch nicht fragen, da wir uns gerade nicht sehr gut verstehen. Er verhält sich zur Zeit wie eine Diva (bitte keinen Snickers Kommentar....).
Ich putze Fenster, sauge, kümmer mich um die Spülmaschine und wasche meine Wäsche selbst. Meist kümmer ich mich auch um das Abendessen da sonst aus Faulheit unter der Woche nicht gekocht wird. Und dann darf ich mir Sprüche anhören wie "wann hast du mal vor im Haushalt was zu machen?". War darauf bezogen, dass ich am Vorabend meinte, dass ich es nicht schön finde, wenn deren Post und Kleinkram die ganze Woche auf dem Küchentisch liegen.
Also habe ich das richtig verstanden, dass ICH seine seine Rechnungen etc wegräumen soll? Abgesehen davon, dass ich nicht weiß wohin damit habe ich doch nichts daran zu suchen, denn dann würde mein Name drauf stehen, oder nicht? Außerdem fing er dann an mit unseren Nachbarin am Frühstückstisch über das Thema "Tod und sterben" zu philosophieren. Daraufhin habe ich darum gebeten, dass wir doch bitte nicht darüber sprechen. Ich habe schon genug Probleme damit. Er meinte mich dann aber wieder anzumeckern, dass er bestimmt nicht aufhört darüber zu reden nur weil es mir nicht passt... Und meiner Freundin erzählt er, dass er von mir genervt ist, weil ich so tue als würde die Welt sich nur um mich drehen und es müsse alles nach meiner Pfeife tanzen...... Drückt arg auf die Stimmung und das Selbstbewusstsein. Wie sehr muss ich mich verbiegen damit ER zufrieden ist und mich in Ruhe lässt? Aber ich schweife stark ab.
Ich denke mal, dass es darauf hinaus laufen wird, dass meine Freundin mich an die Hand nehmen muss und mir den Wiedereinstieg ermöglicht. (wenn sie denn mal Zeit hat)
Freitag, 6. April 2012
Forever Alone lvl 85
Ich sehne mich nach den Zeiten an denen ich viel mit Freunden machen konnte und viel Unsinn angestellt habe. Der Soziale Kontakt von Freunden ist unersetzlich. Natürlich habe ich meine Freundin und Familie, aber es ist nicht das gleiche. Einsamkeit bringt Frust und Zorn mit sich. Nicht unbedingt auf mein Umfeld. Eher unzufriedenheit, hass und missgunst mir selbst gegenüber. Ich werde mit der Zeit immer komplizierter und wütender. Man kann es leicht erkennen. Ich werde sozial inkompatibel. Normale Gespräche sind mir unangenehm und zu oberflächlich. Ich kann keine normale Unterhaltung am Laufen halten. Ich schreibe lieber SMS, Email etc da ich da genau überlegen kann was ich schreibe antworte und wie darauf reagiert wird. Selbst die kleinste Stresssituation zeigt mir, dass meine Belastbarkeit auf ungefähr 0 liegt. Lautstärke, durcheinander oder multitasking bereitet mir Kopfschmerzen und schlechte Laune. Dabei meine ich es nicht böse.... So kenne ich mich nicht von früher.... Was passiert nur mit mir? Werde ich wie ein alter garstiger Mann, der an allem etwas auszusetzen hat?
Mittwoch, 4. April 2012
Angst Tagebuch #021
Es wird wahrscheinlich nicht gerade jeden zufrieden stellen, aber ehrlich gesagt geht es mir momentan ziemlich dreckig. Die Geschichte mit dem Magen scheint so schwerwiegend zu sein, dass ich NICHTS zu mir nehmen kann ohne Panik auszulösen. Panik? Warum?
O.K. gehen wir dieses Thema nochmal durch...
Das Essen an sich ist ne dolle Sache und ziemlich lecker. Bis hierhin werden mir die meisten zustimmen. Aber seit dieser ganzen Magenkiste ist mir ständig schlecht und ich habe Schmerzen. Es fängt mit dem Morgen an.
Ich bin wach und habe Schmerzen. Diese Schmerzen lösen wiederum Übelkeit aus. Durch diese Übelkeit ist es mir persönlich unmöglich etwas zu Essen oder gescheite Mengen zu trinken.
An dieser Stelle denken ein paar von euch: "Es ist doch nur Übelkeit!? Was soll passieren?"
Let me tell you...
Übelkeit ist für mich arg belastend und auch sehr einnehmend. Wenn mir sehr schlecht ist, habe ich direkt den worst case im Hinterkopf, indem ich mich übergeben muss und direkt die Angst habe daran zu ersticken. Einige Ärzte sagen, dass es hier und da mal vorkommen kann und andere Ärzte sagen es ist UNMÖGLICH wegen natürlichen Überlebensreflexen bla bla bla...
Man kann mir so oft sagen wie man will, dass nichts passiert. Wenn in den Stein gemeißelt wurde ist es schwer und dauert lange einen Fehler zu beheben.
Also muss ich wählen zwischen
A) essen
B) nicht essen
Bei Variante A wisst ihr nun ja schon in etwa was daraufhin folgt. Bei Variante B ist es so, dass ich so lange nichts essen kann, bis mir vor hunger schlecht wird. Eine Win-Win-Situation für meine Angst. Die "nicht essen" Variante funktioniert meist bis Nachmittags aber dann wird es dann doch ein wenig zu anstrengend und ich muss mich dem hingeben. Für mich eine Wahl der Qual. Meine Angst hat mich mittlerweile so sehr im Griff, dass sie also auch mein Ess-Verhalten im Griff hat... Dieses Thema hatte ich ja schonmal ein wenig angedeutet (In einem vorherigen Post). Psychologen sind sich einig, dass es immerhin keine Ess-Störung ist, sondern ein Folgeverhalten der generalisierten Angststörung.
Aber mal abgesehen vom Futtern (bevor der ein oder andere nur noch an Schnitzel und Co denkt) ist es gerade nicht einfach mit mir. Da meine Angst mich wieder über die kalten Monate zurück erobert hat bin ich wieder ziemlich Depressiv und auf ner gewissen Anspannungshöhe. Ich habe kein positives Selbstbild, keine schöne Zukunftsvision und fühle mich einfach nur noch kaputt... Ich brauche Urlaub vom Leben :-/ Einfach mal irgendwo für ne Woche hin und keine Angst verspüren. Das wäre mal was...
Ich bitte euch mich nicht direkt auf diesen Depressionskram anzusprechen... SMS oder Online-Nachrichten wären in Ordnung aber bitte nicht per Telefon oder ähnliche direkte Gespräche.
So long..
Donnerstag, 22. März 2012
Angst Tagebuch #020
Sobald ich wach werde ist mir schlecht. Ich habe Schmerzen und mir ist schlecht. Die schmerzen befinden sich Links unterhalb der rippen im verdauungstrakt. Der Arzt ist aber der Meinung, dass es vom Magen kommt. Jedenfalls ist die Ursache noch ungeklärt. Nur diese schmerzen und die Übelkeit die dadurch resultiert machen es mir unmöglich Nahrung zu mir zu nehmen. Das gilt für Essen UND Trinken. Daraus wieder resultiert, dass ich morgens meine medis nicht runter kriege und ich mir denke "Ok. Dann nimmste die eben sobald es besser ist."
Ja....... Genau..... 1 Stunde später ist es auch schon wieder vergessen.. Ja ihr lest richtig. Ich nehme meine medis nicht regelmäßig. Ist natürlich nicht schön, denn das heißt, dass es mir psychisch auch immer beschissener geht.. Teilweise ZU schlecht. (ihr wisst worauf ich hinaus will)
Kurzgefasst:
Momentan sieht mein Alltag alles andere als schön aus. Die Übelkeit beeinträchtigt mich einfach viel zu sehr.
Es kommt gerade einfach alles zu kurz und ich muss abwarten was die Ärzte sagen. Darf demnächst erstmal zu einer ambulanten Magenspiegelung. Da kommt Freude auf...
Am meisten tut es mir um meinen Hund leid, der zwar nicht die Runden drehen kann, die ich gerne mit ihr machen würde. Aber als kleinen Ausgleich kommt sie mit mir mehrfach in den Garten, wo ich dann mit ihr tobe und spiele, sodass sie etwas Auslauf bekommt.
Und ich wehre mich vehement dagegen, dass die Schmerzen angeblich psychischer Natur sind. Das kann nicht sein... Und das will ich auch nicht wahr haben, denn dagegen kann ich nicht angehen...
P.S.
Dieser Post wurde mit der App erstellt und ich bin nicht für Fehler in der Rechtschreibung verantwortlich^^'