Mittwoch, 25. April 2012

Das war's wirklich

In den letzten Tagen geht es mir richtig schlecht. Ich habe teilweise suizidale Gedanken und Panikattacken wie schon lange nicht mehr. Mein ganzer Alltag und mein Leben wie es sich selbst darstellt fühlt sich auf so unzählig viele Art und Weisen falsch an. Doch bevor ich ganz aufgebe und alles hinwerfe sage ich:
Ich gehe noch einmal in eine Klinik. Auch wenn es für mich vielleicht etwas schwer werden könnte, glaube ich, dass ich diesen Schritt wirklich machen muss.
Ich werde noch morgen zur Klinik gehen und mich mit höchster Priorität auf die Warteliste setzen lassen.
Aus sicherer Quelle weiß ich, dass am Mittwoch noch ein Bett auf der Station frei werden wird und vielleicht habe ich ja mal wirklich Glück und darf dann direkt rein...
Fragen? Dann stellt sie mir bitte hier unten in den Kommentaren...

Fuck you! That's why

Ich glaube langsam werfe ich das Handtuch...
Ich kriege nichts mehr auf die Kette und immer wenn ich denke "Hey vielleicht ist es ja auch nur ne kurze Phase und es wird wieder besser" kommt der nächste Kracher. Langsam habe ich echt die Schnauze voll. Ich schlafe schlecht und habe tierische schmerzen, Ich kann nichts mehr Essen ohne danach in Panik zu verfallen und trotzdem muss ich den Eindruck machen alles zu tun um den Scheiß los zu werden. Ich meine wenn es auch irgendwann mal klappen würde und nicht die Hälfte davon irgendwie total nichtssagend ist und kaum hilfreich wäre dann würde ich mich auch darauf einlassen... Aber so wie es jetzt gerade ist, ist alles kacke und ich habe an fast nichts Freude. Aber ich muss ja alles mitmachen weil ich mich ja sonst davor drücke... Einfach nur die fresse dick.....

Donnerstag, 19. April 2012

Urlaub?

Ich bin seit Montag in der Nähe von Hamburg in den Center parcs bei der bispinger Heide.
Was kann ich dazu sagen? Objektiv betrachtet ist es ganz schön und familiär eingerichtet und Kinder haben hier bestimmt riesigen Spaß aber was mich angeht ist es kacke! Ich habe keine Adresse, kein Telefon außer mein Handy und das Auto ist mindestens einen fünf minütigen Fußmarsch entfernt.
Gefundenes Fressen für meine Angst. Mir gehts durchgehend schlecht. Ich kann kaum Essen und Trinken, mir ist am.laufenden Band schlecht und ich habe schmerzen im ganzen Körper. Sei es Magen, Darm brustkorb oder sonstiges.
Die körperliche Symptomatik fährt auf Hochtouren.
Mir kann es gut gehen wie es will aber sobald ich drei Tage nicht zuhause bin geht es mir kacke. Ich kann hinfahren wo ich will, ES WIRD MIR SCHLECHT GEHEN. Ich rede hier nicht von erwartungsangst sondern von Erfahrung und dessen Auswertung. Wenn es nach mir geht bin ich mal gerne irgendwo über Nacht aber das wars dann auch schon.
Aber wenn ich meine ehrliche Meinung darüber kund gebe, dann prall ich ja nur auf Widerstand also rede ich nicht drum herum und tue was man von mir erwartet. Auch wenn ich weiß, dass ich nach jedem "Urlaub" wieder ganz unten bin und fast von vorne anfangen darf.
Es war in Holland so.
Es war in Paris so.
Es war in Uelzen so.
Es ist JETZT so.
Es wird weiterhin so sein.

Dienstag, 17. April 2012

Das Ende

Ein ziemlich harter Titel, der nicht so ernst genommen werden sollte. Oder doch?
Zumindest wollte ich eines mitteilen: Ich höre auf gegen die Angst zu kämpfen.
Soll das heißen, dass die Angst gewonnen hat? Nein!
Ganz im Gegenteil. Ich versuche nun eine Co-Existenz aufzubauen. Einfaches Prinzip:
Was funktioniert wohl eher? Mit einem alten Freund sich gegenseitig so lange in die Schnauze zu hauen bis einer langsam nachgibt oder die andere Meinung akzeptieren und einfach die Realität zu beobachten und daraus zu lernen?

Es ist eine alte Theorie, die schon seit Jahrzehnten im Buddhismus geleert und als erfolgreich empfunden wird. Denn nur durch Akzeptanz und inneren Frieden kann man zur Ruhe kommen und sich darauf einlassen was mit einem passiert.

Die Angst ist kein Feind. Sie ist ein Teil von uns und versucht uns vor gefährlichen Situationen zu beschützen, doch ist es bei mir einfach zu ausgeprägt und muss wieder reguliert werden. Ich hoffe, dass diese Art und Weise mehr fruchtet und erfolgreicher ist. Auch wenn es sehr schwer ist dies nach all den Jahren im Krieg mit meinem inneren Dämon zu kooperieren

Dienstag, 10. April 2012

Alle Jahre wieder

NEIN! Es geht nicht um Weihnachten.
Es geht um die Klinik. Wer aufmerksam war, der konnte feststellen, dass es mir zur Zeit richtig mies geht. Ich habe ständig Panik, bin depressiv bis zur Oberkante und bin nervlich so unbelastbar wie ein Strohhalm. Ich bin am überlegen ob ich nicht nochmal in die Klinik sollte. Ich denke, dass es evtl das Beste ist mich dort mal RICHTIG therapieren zu lassen. Ohne wütend auf das Pflegepersonal oder die Therapeuten zu sein. Ich will es einmal richtig durchziehen. Doch was hält mich davon ab?
a) Die Erfahrung der wohl schlechtesten Therapie in der Kinder-&Jugendpsychiatrie
b) Die Angst dort essen zu müssen
c) Ein ziemlich einschneidendes Erlebnis in der Erwachsenenpsychiatrie, wo man mich hat hängen lassen
d) Ich habe Angst vor der Nachtschwester, da ich sie für zu inkompetent halte
Doch sollte ich mich für die Klinik entscheiden...
Was passiert mit meiner Gilde?
Kann ich die Leitung erneut abgeben ohne dass Köpfe rollen?
Wer kümmert sich in der Zeit um Janka?
Wird die Therapie so wie ich es mir erhoffen würde oder eher wie ich sie befürchte?
Welchen Therapeuten würde ich wohl dieses mal haben?
Wieder eine blutige Anfängerin, die noch im Praktikum steht?
Am meisten freue ich mich dann auf die werte Chef-Ärztin. Sie ist gefühlslos. Sie sieht im Patienten nur den Profit und geht nach dem Lehrbuch. Was nicht im Lehrbuch steht, ist falsch und wer darauf nicht anspringt hat Pech. Was sagt ihr dazu?

Samstag, 7. April 2012

2 Schritte vor und 5 zurück

Es lief eine Zeit lang gut. Sehr gut sogar. Aber jetzt gerade ist Subjektiv alles für den Arsch. Ich habe das Gefühl, dass ich auf der Stelle trete. Ich kann mich aber auch nicht dazu aufraffen etwas alleine zu unternehmen, da die Angst auch einfach zu groß davor ist. Leider kommt Janka (mein Hund) VIEL zu kurz dabei. Ich schaffe es nicht mit ihr spazieren zu gehen, so wie sie es eigentlich braucht. Ich schaffe es maximal bis vor die Tür, wo sie dann in unseren großen Garten kann. Doch ich möchte das ab der kommenden Woche ändern! Nur ich brauche anfangs Hilfe dabei.... Meine Eltern fallen dabei schonmal direkt weg. Meine Mutter zu fragen ob sie mich anfangs unterstütz ist mir zu unangenehm, da sie in solchen Situationen gerne mal den Oberpsychiater raushängen lässt. Meinen Vater werde ich auch nicht fragen, da wir uns gerade nicht sehr gut verstehen. Er verhält sich zur Zeit wie eine Diva (bitte keinen Snickers Kommentar....).
Ich putze Fenster, sauge, kümmer mich um die Spülmaschine und wasche meine Wäsche selbst. Meist kümmer ich mich auch um das Abendessen da sonst aus Faulheit unter der Woche nicht gekocht wird. Und dann darf ich mir Sprüche anhören wie "wann hast du mal vor im Haushalt was zu machen?". War darauf bezogen, dass ich am Vorabend meinte, dass ich es nicht schön finde, wenn deren Post und Kleinkram die ganze Woche auf dem Küchentisch liegen.
Also habe ich das richtig verstanden, dass ICH seine seine Rechnungen etc wegräumen soll? Abgesehen davon, dass ich nicht weiß wohin damit habe ich doch nichts daran zu suchen, denn dann würde mein Name drauf stehen, oder nicht? Außerdem fing er dann an mit unseren Nachbarin am Frühstückstisch über das Thema "Tod und sterben" zu philosophieren. Daraufhin habe ich darum gebeten, dass wir doch bitte nicht darüber sprechen. Ich habe schon genug Probleme damit. Er meinte mich dann aber wieder anzumeckern, dass er bestimmt nicht aufhört darüber zu reden nur weil es mir nicht passt... Und meiner Freundin erzählt er, dass er von mir genervt ist, weil ich so tue als würde die Welt sich nur um mich drehen und es müsse alles nach meiner Pfeife tanzen...... Drückt arg auf die Stimmung und das Selbstbewusstsein. Wie sehr muss ich mich verbiegen damit ER zufrieden ist und mich in Ruhe lässt? Aber ich schweife stark ab.
Ich denke mal, dass es darauf hinaus laufen wird, dass meine Freundin mich an die Hand nehmen muss und mir den Wiedereinstieg ermöglicht. (wenn sie denn mal Zeit hat)

Freitag, 6. April 2012

Forever Alone lvl 85

Ich sehne mich nach den Zeiten an denen ich viel mit Freunden machen konnte und viel Unsinn angestellt habe. Der Soziale Kontakt von Freunden ist unersetzlich. Natürlich habe ich meine Freundin und Familie, aber es ist nicht das gleiche. Einsamkeit bringt Frust und Zorn mit sich. Nicht unbedingt auf mein Umfeld. Eher unzufriedenheit, hass und missgunst mir selbst gegenüber. Ich werde mit der Zeit immer komplizierter und wütender. Man kann es leicht erkennen. Ich werde sozial inkompatibel. Normale Gespräche sind mir unangenehm und zu oberflächlich. Ich kann keine normale Unterhaltung am Laufen halten. Ich schreibe lieber SMS, Email etc da ich da genau überlegen kann was ich schreibe antworte und wie darauf reagiert wird. Selbst die kleinste Stresssituation zeigt mir, dass meine Belastbarkeit auf ungefähr 0 liegt. Lautstärke, durcheinander oder multitasking bereitet mir Kopfschmerzen und schlechte Laune. Dabei meine ich es nicht böse.... So kenne ich mich nicht von früher.... Was passiert nur mit mir? Werde ich wie ein alter garstiger Mann, der an allem etwas auszusetzen hat?