Sonntag, 3. Juni 2012

Licht am Ende des Tunnels

Gestern war ich bei meinem Bruder um den späten Nachmittag bei ihm zu verbringen. Es war geplant, dass wir gegen 4-5 Uhr ankommen und gegen 11 Uhr abends spätestens wieder nach Hause fahren.
Doch mit der Zeit fühlte ich mich immer wohler, geborgener und gut aufgehoben. Also entschloss ich mich spontan dazu meinem inneren Schweinehund in den Arsch zu treten und zu fragen ob ich die Nacht dort  verbringen kann. Ich bin auf verwundern und Optimismus gestoßen. Doch mit der Freude stieg die Angst. Meine Eltern sind nach Hause gefahren und ich wurde von Minute zu Minute nervöser... Meine Glieder wurden taub und ich begann zu zittern. Zu meinem Glück saßen wir auf der Terasse und ich konnte es auf die kälte schieben, damit keine unangenehmen Fragen kommen. Und so stark die Angst auch war, kam ich damit zurecht. Die Unterhaltung war ablenkend genug um das Unwohlsein zu unterdrücken und dass ich TATSÄCHLICH Spaß hatte. Die Anwesenheit besonderer Person gab mir Sicherheit und Motivation die Situation auszuhalten. Es ist ein riesiges Erfolgserlebnis für mich und es tut gut seit Wochen endlich mal wieder was geschafft zu haben. Ich habe nicht viel geschlafen aber jede Sekunde, die ich wach war hat sich gelohnt. Ich kann seit langem wieder sagen, dass ich glücklich und zufrieden bin.

Donnerstag, 31. Mai 2012

kleiner Text aus dem Internet zum Nachdenken

After you die, it is believed that you have 7 minutes of brain activity left inside you, and in the 7 minutes you experience your entire life over, in a kind of dream.... Because in a dream time feels stretched. So if this is the case, what if right now you're in that 7 minutes. How do you know if you're alive or just reliving old memories?

Dienstag, 22. Mai 2012

Changes and other bullshit

Heute möchte ich mit euch darüber reden, wie leicht man ersetzbar ist.
In gewissen Bereichen meines Lebens merke ich immer mehr, wie unwichtig man doch als Person sein kann.
Im ersten Moment denkt man, dass man wirklich das Alpha und das Omega des anderen darstellt und von einer zur anderen Minute kann sich das plötzlich wandeln. Ein falsches Wort, eine falsche Tat oder einfach aus heiterem Himmel wird man links liegen gelassen und wird durch eine angenehmere Version seiner selbst ausgetauscht.
Ich denke jeder von euch kennt dieses Gefühl, sei es in der Liebe, auf der Arbeit, als führende Position in einem Spiel oder auch einfach in einem freundschaftlichen Sinne. Doch genauso kennt jeder von euch diesen inneren Schmerz, den man dabei fühlt.
Es muss nicht immer das herzerreißende große Heulen sein um zu leiden. Es geht auch ganz still vor sich hin, sodass es niemand und ganz besonders die eine Person nicht mitbekommt.
Zur Zeit kriselt es ein wenig in meinem Kopf. Jeder nur mögliche Gedanke ist nach 1 Minute nach dem Aufstehen schon vorhanden gewesen. Selbst in der Nacht wird man von Alpträumen/Träumen geplagt und wacht auf und ist traurig.
In der neunten Klasse ist man noch unzertrennlich und 1 1/2 Jahre später kennt man den anderen vielleicht garnicht mehr. Noch liebt man den gegenüber und 1 Woche später zersplittert alles und man wird gegen eine bessere Version ausgetauscht. Doch es ist nicht immer ein Austausch, der solche Gefühle und Gedanken aufwirbelt. Manchmal ist es auch einfach eine Zurückweisung und das Vergessen werden. Ich höre zur Zeit wieder viel Eminem. Es erinnert mich an die Zeit, in der ich noch nicht krank war und es alles noch so einfach zu sein schien. Doch am meisten noch wegen einer Songstelle:


Have you ever loved someone so much, you'd give an arm for?
Not the expression, no, literally give an arm for?
When they know they're your heart
And you know you were their armour
And you will destroy anyone who would try to harm her
But what happens when karma, turns right around and bites you?
            -Eminem, When I'm Gone


Ja so kann man es eigentlich ganz gut beschreiben. Natürlich macht man nicht immer alles richtig und es gibt Höhen und Tiefen,
doch muss man deswegen alles hinwerfen?
Warum wird man weggeworfen und vergessen?
Ein Grundargument ist wahrscheinlich folgendes:
"Du hast dich verändert" oder "Es ist nichts mehr so wie früher" 
Es ist selbstverständlich, dass nicht immer alles beim alten bleibt aber wenn die Freundschaft/Beziehung oder was auch immer so wichtig zu sein scheint, warum tut man dann auch nicht alles dafür um dieses Verhältnis zueinander nicht zu retten oder wieder aufzubauen? 
Und wenn dann die Frage von jemanden kommt: "Wie geht's dir?" fällt mir sofort unser werter Doktor House ein:
Kennt ihr das Gefühl?
Wie geht ihr mit so einer Veränderung um?
Was würdet ihr jemand anderen raten?
Dafür kämpfen oder die Vergangenheit ruhen lassen und andere Wege einschlagen?
Dies sind keine rhetorischen Fragen.Ich möchte wirklich eure Meinung dazu in den Kommentaren lesen ;)

Freitag, 18. Mai 2012

Shit happens...... immer und immer wieder

Hallo ihr.
Einige von euch wissen ja schon bereits, dass ich am Dienstag in eine Klinik gekommen bin. Dies war aber dann eher ein etwas unspektakulärer kurzer Aufenthalt.
Am Dienstag hatte ich ein Notfallgespräch bei meinem Psychiater, der mich dann auch direkt eingewiesen hat.
Auf Station traf ich dann auf meinen Therapeuten der das Gespräch in etwa so eröffnete:
"Guten Tag Herr Smith, ich bin ehrlich gesagt überrascht sie hier ein drittes mal Willkommen zu heißen und ich muss Ihnen auch ehrlich sagen, dass ich nicht wie ich Sie behandeln soll. Denn das verhalten, was sich bei ihrer Angst zeigt ist sehr untypisch. Denn normalerweise sind die Angstübungen da um auch einen Lerneffekt daraus zu ziehen und die Angst müsste nachlassen. Dies ist aber bei Ihnen nicht der Fall." YOU DON'T SAY!?!?!?!
Ich meine ich bin ja nicht umsonst wieder da.
Aber ich hatte auch ein anderes Ziel. Probleme aus der Welt schaffen und Sorgen und Befürchtungen beiseite zu schaffen. Und ich dachte am ersten Tag auch, dass ich das erreicht habe aber am nächsten Tag wurde ich eines besseren belehrt.
Vertrauen aufzubauen ist nicht leicht. Ganz im Gegenteil. Ist es einmal erschüttert, ist es sehr schwer es wieder aufzubauen. Aber ich bin der ehrlichen Meinung, dass wenn der Wille da ist, es auch IMMER einen Weg gibt jemanden eine Chance zu geben und es erneut zu versuchen. Erst hieß es auch, dass alles besser werden soll und man es nochmal gerne versucht und dann zog man mir den Boden unter den Füßen weg... So sitze ich jetzt in meinem Zimmer und warte darauf, dass Zeit vergeht.
Alles was ich in den letzten Wochen /Monaten erarbeitet habe, für das ferne Ziel ein gesundes, ehrliches und glückliches Leben zu führen, ist fort.
Ich stehe stimmungstechnisch arg am Rande des Wahnsinns. Alles dreht sich in meinem Kopf nur um folgende Gedanken:
Wie wird es weitergehen?
Bekomme ich noch eine Chance?
Ist mein Leben gerade lebenswert?
Wo sind all' die Freunde die früher sagten "Ich bin immer für dich da!"?
Warum bin ich so alleine?
Wer kann mir überhaupt noch helfen?
Bedeute ich irgendwem eigentlich noch etwas?
Warum werden Versprechen nicht eingehalten?
Wie kann man so leicht ersetzt werden?

Mir gehts durch die psychischen Probleme auch körperlich sehr schlecht. Ich kann kaum essen und mein Hirn fühlt sich an als würde es brennen. Schlafen kann ich erst spät und auch die Freude an einfachen Dingen geht verloren. Ich habe keinen Spaß mehr am zocken, am Filme schauen oder sonstigem. Ansonsten bleibt mir nur noch das Bogenschießen. Und selbst das kann ich nicht lange. Es ist eher ein Training und Abbau von Frust und Aggressionen... Ich fühle mich sehr einsam und so sehr ich auch meine Freunde am Computer genieße und schätze ist es dennoch ein starkes verlangen wieder einfach um die Kurve zu gehen und beim besten Freund zu klingeln.. Aber das ist nicht mehr möglich.. Ich weiß es klingt jetzt leicht übertrieben aber ich habe das Gefühl fast niemanden mehr zu haben und den Rest nach und nach zu verlieren... Ich will, dass es einfach nur noch endet...
"Dann mach doch einfach mal was mit anderen"
"Du musst über deinen eigenen Schatten springen."
"Dann komm doch einfach mal aus'm Arsch."
BULLSHIT!!!! Es ist immer einfacher Tipps von außerhalb zu geben. Es ist nicht so einfach. Es ist auch nicht gerade ein Spaziergang den Tag zu verbringen. Es sind Ängste und körperlich vorhandene Symptome. Sowas macht man nicht einfach nebenbei.. Es ist immer wieder zerschmetternd eine Panikattacke zu durchleben. So sehr man sich anstrengt und so sehr man sich auch Mühe gibt, gibt es IMMER WIEDER den Moment, der dir in die Eier tritt und dich anschließend auslacht. Nach so einem Moment fühlst du dich als wärst du wieder auf dem Nullpunkt. Und diese Momente sind für mich nicht alleine und auch nicht mit irgendwem aushaltbar. Ich brauche Vertrauen, tiefste Zuneigung/Liebe und auch Sicherheit dabei. Man kann es einfach nicht "irgendwie" üben... Es ist mehr als nur das, was es nach außen zu sein scheint.....

Sonntag, 6. Mai 2012

Angst Tagebuch#024

Der Tag ist noch nicht ganz rum und schon kann ich behaupten, dass er der beste Tag seit langem war. Ich habe mich nach reichlicher Überlegung dazu überwinden können meine damals besten Freunde aus der Jugendzeit zu besuchen. Ja ok so alt bin ich nun auch wieder nicht aber es ist schon was her.
Die Angst vor dem Treffen fing gestern Abend schon an als ich an die vergangene Zeit nachgedacht habe. Ich dachte an die Alkoholexesse und deren Folgen kurz bevor ich einschlief. Am Morgen habe ich mit meinen Eltern den Ablauf geplant. Da es für beide Seiten ziemlich unangenehm wäre die ganze Zeit dabei zu sein hatten sie gesagt, dass sie sich in der Zeit, in der ich bei besagten Freunden bin, in den Nachbarorten aufhalten wollen. Wir haben uns dann dazu entschlossen, dass sie mich absetzen und mich nach 2 Stunden wieder abholen..

Der Wagen hält vor der Tür an und das Adrenalin staut sich an. Mir hängt ein Kloß im Hals als ich aus dem Auto steige und Richtung Haustür gehe. Doch als man mir die Tür aufmacht überwiegt die Freude und die Angst ist für einen Moment vergessen. Ich sage allen Hallo und setze mich mit in die Küche wo wir dann anfingen zu quatsche über belanglose und lustige Themen. Doch man unterbricht mich mit dem schönsten Satz den ich seit langem gehört habe: "Weißt du was? Das interessiert mich garnicht, wie gehts dir?" das bedeutete mir sehr viel und ich habe versucht lässig mit der Situation umzugehen, da ich auch nicht weinerlich oder mitleiderregend klingen möchte. Kurz darauf klingelt es und Arthur kommt rein. Ab dem Punkt hörten wir fast garnicht mehr auf zu lachen. Wir haben alte Geschichten ausgegraben, eine Fliegenklatsche in's jenseits befördert und eine Zange zweckentfremdet. Zwischendurch waren kurze Angstgedanken und Befürchtungen da aber sie wurden schnell in den Hintergrund befördert. Alles in allem war es der schönste Tag seit Wochen. Danke dafür...

Montag, 30. April 2012

Angst Tagebuch #023

Hallöle, ich bin's wieder.
Durch den vorgestrigen Anstupser habe ich es endlich geschafft heute meinen Arsch alleine in Bewegung zu bringen und mich mal mit dem Hund wieder raus zu trauen.
Es war zwar anstrengend aber nicht so fürchterlich wie es immer in meinem Kopf aussieht.
Es ist angenehm warm und es duftet langsam nach Sommer. Etwas, was die Stimmung ein wenig hebt. Apropos Stimmung... Ich bin sowieso sehr wetterabhängig. Zum Beispiel geht es mir im Frühling/Sommer sowohl gesundheitlich als auch mental wesentlich besser als im Herbst/Winter aber ich schweife ab.
Ich bin duschen gegangen und fing an zu grübeln.
Ich war angepisst weil es mir immer schlechter geht aber ich mache leider auch zu wenig dafür. Teilweise aufgrund von Angst und größenteils wegen meiner Magengeschichte (die sich noch immer nicht geklärt hat...danke Gesundheitswesen).
Als ich dann also unter der Dusche stand und das warme Wasser über meinem Kopf lief kam mir dann das offensichtliche in den Kopf:
"Du trocknest dich ab, ziehst dich an und gehst dann mit Janka 'ne kleine Runde"
Klingt einfach? War es aber nicht. Denn schon beim abtrocknen ging mir die Angst durch den ganzen Körper aber ich war motiviert und habe es mir vorgenommen und durchgezogen. Leider ist dieser Antrieb nicht immer da (wäre ja auch sonst zu leicht).
Was mir momentan bei der ganzen Sache fehlt ist ein sogenanntes "Nah-Ziel" was mich antreibt. Denn der Gedanke "wenn ich weiter übe werde ich irgendwann vielleicht gesund" treibt mich leider nicht genug an.
Ich brauche so eine Art Wochenziel worauf ich hinarbeiten kann und was dann als eine Art Belohnung dient. Etwas wovon ich profitiere und auch was mich glücklich macht und zeigt:
"Wenn du kämpfst wirst du auch WIRKLICH belohnt." Ich weiß nur noch nicht im geringsten wie sowas aussehen könnte...

Sonntag, 29. April 2012

Angst Tagebuch #022

Hallo liebe Leser,
Ich hatte einen tollen Tag. Ich habe es seit langem wieder geschafft mal spazieren zu gehen.
Zwar mit Unterstützung aber ich habe es geschafft. Es war ein großartiges Gefühl mal die warme Sonne und die frische Luft genießen zu können.
Das zieht mich ein wenig aus dem tiefen Depressionsloch in dem ich gefangen zu sein scheine. Direkt als ich es geschafft habe, schossen mir wieder ettliche Gedanken durch den Kopf.
Könnte ich es mit leichter Unterstützung auch wieder bergauf schaffen ohne in eine Klinik zu müssen?
Wer könnte mir die Unterstützung bieten?
Könnten vielleicht die Schmerzen dadurch gelindert werden?
Ist mein Leben vielleicht doch nicht so aussichtslos?
Viele Fragen auf die nur eine Antwort gegeben werden kann:
Die Zukunft und Erfahrung wird es zeigen.