Dienstag, 22. Juli 2014

16 Tage

16 Tage ist es nun her, dass meine Freundin und ich uns getrennt haben.
Von Tag zu Tag setzt es mir mehr zu und ich merke, wie die Einsamkeit mich von inner auffrisst und ich wieder Perspektivloser werde und alte Verhaltensmuster auftreten.
Ich kann so gut wie nicht schlafen und wenn ich mal schlafe, träume ich Dinge, die mich sauer und traurig machen. Im Schnitt habe ich derzeit 3-4 Stunden Schlaf. Es ist nicht annähernd ausreichend aber immerhin bekomme ich etwas.
Das einzige Ventil das ich habe ist Paintball. Nur in den Minuten habe ich kurz einen freien Kopf und habe was anderes außer sie im Kopf.
Wenn man mich fragt, wie es mir geht antworte ich meist mit "Ich überlebe". Schließlich wollen sie nichts negatives hören und fragen nur aus Höflichkeit.
Es fühlt sich an als wäre meine Gedanken von einem Parasiten befallen, der mich den ganzen Tag anschreit und versucht meine Gedanken zu manipulieren.
Das einzige worauf ich derzeit hoffen kann ist ein Arbeitsvertrag in einer Paintballhalle.
Ich habe die Schnauze voll ständig zu Hause zu hocken und mich vor Beamten recht zu fertigen, was ich wann und warum mache.
Ich will doch einfach nur meine Ruhe haben und leben können wie andere Menschen auch.
Vom finanziellen Existenzminimum zu leben ist auch so ein Punkt. Ich brauche dringend einen Führerschein um freier sein zu können und endlich durchstarten zu können.
Die öffentlichen Verkehrsmittel sind einfach zu teuer um damit in die Stadt fahren zu können. Ein Monatsticket kostet auch weitaus zu viel um es finanzieren zu können.
Ich bin gerade alles andere als glücklich oder zufrieden. Ich werde wieder feindlich gesinnt gegenüber anderen Menschen, weil ich einfach kaum jemanden vertrauen kann.
Ich habe Angst davor bald die Kontrolle über mich zu verlieren...

Samstag, 5. Juli 2014

Irgendwas ist immer

Momentan geht's mir..... Wie soll ich diesen Satz beenden? Ich weiß es selber nicht genau.
Ich bin mittlerweile gut in meinem Team integriert und glaube sogar langsam Freunde gewinnen zu können.
Mit fremden Menschen zu reden fällt mir leicht (ohne direkt eine Anstrengung im Gespräch zu empfinden).
Ich habe einen kleinen Job in Aussicht, wo ich wenig verdienen werde,  aber ich denke, dass es das ist, was ich machen will. Diese Arbeit erfüllt mich, macht mir Spaß und ich bin nützlich.
Aber meine Ängste nehmen wieder zu und die ruinieren meine Freude an dem ganzen. Ich hoffe, dass es nur eine kurze Phase ist und ich sehr schnell Geld für den Führerschein zusammen habe.

Samstag, 7. Juni 2014

Angst Tagebuch#040

Nach langer Ruhe wage ich mich zurück an die Tastatur.
Wie bereits erwähnt fand ich Zuflucht bei meiner Tante/meinem Onkel und habe dort die letzten Wochen verbracht. Ich bin sehr dankbar für die Aufnahme und die Unterstützung die ich dort erhielt.
Nun ist aber ein Zimmer bei einem Freund frei, wo ich dann hinziehen kann.
Es war wieder einmal ein Kampf mit den deutschen Ämtern die ganzen Genehmigungen für den Umzug zu bekommen aber schlussendlich funktionierte es dann doch.
Ich habe mich (meiner Meinung nach) gut im Paintballsport und in meinem Team "Pader Revolution" (https://www.facebook.com/pages/Pader-Revolution/410042392405653?fref=ts) integriert und habe sogar eventuell in ein paar Monaten die Chance in dem SplashPark Paderborn arbeiten zu dürfen.
Es tut sich viel. Ein erneuter Umzug, eine Perspektive für die Job-Zukunft und sportliche Aktivität.
Ich bin allerdings auch dadurch sehr gestresst...
Ich habe so viel um die Ohren, dass ich vergessen habe meine Medikamente regelmäßig zu nehmen und habe nun die Quittung dafür bekommen.
Der ganze Tag ist eigentlich ein reiner Angstzustand. Essen und trinken fällt mir schwer. Wieder einmal denke ich vorher zu viel nach und habe in den letzten Tagen durchgehend Magenschmerzen und Paniken (3 Attacken innerhalb von 4 Tagen).
Es fühlt sich so an als hätte ich ein paar Rückschritte gemacht. Aber davon versuche ich mich nicht klein kriegen zu lassen. Ich nehme es erstmal so hin, wie es ist und schone mich etwas, zwinge mich meine Medis zu nehmen und hoffe, dass sich die Grundängste dadurch etwas legen.
Hoffentlich kann ich meine ganzen Möbel diese Woche noch in die neue Wohnung bringen, denn es wird mir einiges erleichtern endlich mal wo richtig angekommen zu sein ohne ständig pendeln zu müssen.
Endlich ein "Zu Hause" finden und dort auch mal bleiben...

Sonntag, 13. April 2014

Ungewisse Zukunft

Die letzten Wochen waren alles anderes als einfach.
Ich war verzweifelt auf der Suche nach einer Wohnung/WG-Zimmer aber das schien eine beinahe unmögliche Aufgabe zu werden...
Meistens scheiterte es daran, dass ich einen Hund habe und Vermieter scheinbar so mit Vorurteilen behaftet sind, dass....
Ich schweife ab.
Doch letztendlich fand ich Unterschlupf bei meiner Familie. Am Donnerstag packe ich meine Klamotten in einen großen Bulli und ziehe zu meiner Tante.
Je näher der Umzugstermin rückt umso nervöser und ängstlicher werde ich. Alles, was ich in den letzten Jahren aufgebaut habe, wird nun auf eine ultimative Probe gestellt.
Ich ziehe in einen Ort, wo ich niemanden außer meiner Tante, meinen Onkel und meine Cousine, niemanden kenne und keine Bezugspersonen habe.
Ich bin nicht mobil und ich befürchte, dass ich von jetzz auf gleich so selbstständig sein muss, wie ich es nie sein konnte.
Was mache ich in Angst-/Paniksituationen? Kann ich gescheit essen? Klappt meine finanzielle Planung? Wie komme ich zu den Terminen vom Jobcenter?
Ich traue mich nicht zu fragen, die (meiner Meinung nach) nötige Unterstützung zu bekommen, da man mich für zu schwach halten könnte und ich "die Zähne zusammen beißen muss".
Also versuche ich es irgendwie hin zu kriegen.Vielleicht auf ein Fahrrad sparen. Mal schauen..
Ich stecke voller Ängste vor dem, was alles passieren könnte und dass ich es nicht aushalte. Aber was bleibt mir anderes übrig...?

Donnerstag, 13. März 2014

Eine Geste zeigt mehr als 1000 Worte

Ich rede oft über Frühwarnsystem, Kontrolle und Unterdrückung. ganz besonders, wenn andere anwesend sind ist es ein sehr stark ausgeprägtes Verhalten meinerseits.
Doch warum mache ich das? Hauptsächlich aus Scham und ich will nicht, dass man mich auf einmal anders behandelt oder mit Samthandschuhen anfasst.
Darum habe ich meine kleinen nonverbalen Zeichen bei der Person meines Vertrauens.
Das anstoßen mit der Nasenspitze ist ein kleines bitten um Aufmerksamkeit zur Ablenkung, da die Situation beginnt schwer zu werden.
Das umkreisen der Nase des Partners (bei platonischen freunden das starke packen nach dem Oberschenkel) soll symbolisieren "ich habe riesige angst... hilf mir..."
Der Kuss auf meine Stirn soll ein "ich pass auf dich auf, hab keine angst" symbolisieren.
Dies sind kleine Tricks, die mir Situationen einfacher machen sollen, in denen Personen dabei sind, die nicht mitbekommen sollen, was mit mir ist.
Der Kuss auf die Nase ist ein einfaches "du bedeutest mir sehr viel/ich liebe dich und danke dass du da bist"
Natürlich kann man das nicht bei jedem genau so machen aber ich denke, dass die Nachricht, die ich vermitteln möchte, ankommt.
Sucht euch kleine Hilfen im Alltag, wenn euch etwas schwer fällt. Es gibt viele kleine Hinweise, die anderen nicht auffallen und euch so viel Scham erspart wird.
Gute Nacht!

Montag, 10. März 2014

Lass die Vergangenheit ruhen

Schon sehr bald kommt sehr viel Veränderung auf mich zu und ich weiß nicht, wie ich das alles Schultern soll.
Ich werde so sehr auf mich selbst gestellt sein, wie noch nie. Viele Zweifel, viel Sorge und Unsicherheit macht sich breit. Alles auf was ich mich stütze ist ein potenziell besseres Leben in ein paar Jahren. Doch
bis dahin ist ein steiniger Weg. Ich befürchte ich werde mich isolieren und Menschen, die mir helfen wollen wegstoßen, denn ich weiß, dass ich psychisch sehr labil sein werde und ich nicht möchte, dass man mich so großartig mitbekommt.
Ich lebe viel in der Vergangenheit und denke, wie schön es teilweise war und dass ich die Vergangenheit nicht loslassen möchte aber um eine schöne Zukunft zu bilden und aufzubauen, muss ich lernen los zulassen und mich neuen Situationen und Menschen zu öffnen.
Egal wie schön oder schmerzhaft die Vergangenheit war, so ist und bleibt es Vergangenheit. Dingen nachzutrauern die nicht mehr sind ist falsch investierte Zeit. Ich denke oft an die Freunde, die ich hatte als ich 16-17 war und was wir alles angestellt haben. Was ich damit verbinde? Die erste große Liebe, feiern,
campen, Harmonie, rauchen, Idole, saufen, "tanzen", Idioten, nachts abhauen...
Aus Erfahrung weiß ich, dass es sich nicht lohnt und das Klammern einen einsam macht. So muss ich Menschen hinter mir lassen und mich auf neue Freunde einlassen.
Auch wenn ich oft schreibe, dass man immer wieder enttäuscht wird, so wird man auch immer wieder
positiv überrascht.
Und diese Momente sind die, für die ich Leben lernen möchte. Die Momente die hart sind aber die man dennoch durchzieht um seinen inneren Schweinehund zu überwinden.
Die alten Zeiten sind vorbei und bald kommt viel auf mich zu. Ich denke gerne zurück aber möchte eine andere Zukunft für mich haben und deswegen will ich mein bestes geben um mich darauf einzulassen.

Skepsis im Alltag

Wem darf ich mich öffnen? Wer darf wissen, was mit mir ist? Fragen auf die ich keine richtige Antwort kenne. Manche mögen sagen, dass man sich Leuten öffnen sollte, die man mag.
Aber hat jeder von "uns" die Angst, dass man zurück gelassen wird, sobald unser Zustand ans Licht kommt.
Was ist also das Richtige für uns? Dürfen wir Impulsen folgen und aus dem Bauchgefühl handeln oder sollten wir nachdenken und uns lieber etwas isolieren?
Ich finde es immer wieder aufs neue schwer mich wem zu offenbaren und mache es nur bei Menschen, die mir etwas bedeuten und wo ich die Hoffnung habe, dass ich diese Personen noch Jahre lang an meiner Seite haben darf und bei denen ich mich in einer Panik hingeben würde und diese Schwäche zulasse.
Doch auch damit kann auf die Schnauze fallen. Schnell wirkt man weinerlich, nervig oder auch einfach nur anstrengend. In wie fern darf ich also von mir erzählen? Warte ich darauf, dass ich gefragt werde, beschwert man sich, dass ich mir alles aus der Nase ziehen lasse. Erzähle ich von mir aus "kennt man kein anderes Thema mehr". Ich weiß nicht, ob es überhaupt ein gesundes Mittelmaß gibt.
Man wird immer wieder enttäuscht aber kann man vorher erkennen von wem? Gibt es da einen Trick?
Gibt es dadurch dann die Möglichkeit vorher die Bezugspersonen auszusuchen und die flüchtigen Bekannten hinter sich zu lassen / gelegentlich nur oberflächlich tratschen.
Bei den Personen, denen ich mich anvertraue habe ich zur Zeit Angst fallen gelassen zu werden und meine Mühe, mich auf andere Menschen einzulassen, vergebens ist.
Ich wurde schon darauf angesprochen, dass ich für den einen oder anderen zu geheimnisvoll wirke und emotionslos zu sein scheine.
Emotionslos? Ich wünschte es wäre so... Sie sind einfach unterdrückt und gefangen halten.
Wenn ich dann alleine bin kommen die Gefühle wieder hoch und die Panik kommt zurück und habe Angst auszurasten vor lauter Selbsthass und Frustration und stelle mir vor, wie man mich weinend in eine Zelle sperrt und mich für unzurechnungsfähig erklärt.
Ob es mir schlecht geht? Ja. Sehr sogar. Aber ich überlebe. Ich halte durch um für meinen Hund da zu sein. Sie ist die stützende Säule, die das ganze Konstrukt "Mike" noch aufrecht hält.
 Wenn ich mich mit einem Wort beschreiben würde, wäre es "kontrolliert".
Jeder Satz wird überlegt und auch Emotionen die gezeigt werden, sind durch den Sicherheitscheck durch.
Ich versuche einfach optimistische Gedanken zuzulassen und hoffe, dass ich lerne, was gut für mich ist.

"Hast du von tausend schlechten Gedanken einen Guten, lasse ihn nicht los"
-Cr7z