Samstag, 2. November 2013

Pause

Mir geht es momentan so mies, dass ich mir ein paar Wochen auszeit nehme.
Möchte euch nicht unbedingt weinerlich vorkommen. Werde aber hoffentlich bald wieder schreiben und dann genau schreiben,  was los war, welche Auswirkungen es hatte und wie ich versuchte damit klar zu kommen.
Bis die days

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Gestrandet im eigenen zuhause - Tag 1

Aufgrund des Zustandes meiner Freundin (möchte um ihre Privatsphäre zu schützen nicht mehr erzählen) bin ich seit gestern alleine.
Das wird einige Wochen so sein. Dies wird eine harte Belastungsprobe für mich sein. Schaffe ich es einzukaufen? Schaffe ich es normal zu essen und trinken? Komme ich mit dem mir gestellten Geld zurecht?
Ich fühle mich wie in einer drittklassen doku, in der ich mich einem Selbstversuch unterziehe.
Zum Glück hat ein Freund von mir ab Sonntag Urlaub und kommt eine Woche rum um mich zu unterstützen.
Ich bin gespannt und hoffe, dass ich es durchhalte. Das wäre ein riesiger Schritt und vielleicht lerne ich ja auch noch das ein oder andere.
Aber ich will mal nicht den Tag vor dem Abend loben. Ich habe Angst. Gewaltig sogar.

Freitag, 25. Oktober 2013

Angst Tagebuch#036

Liebe gehr bekanntlich durch den Magen. Doch Liebe ist nicht das einzige was sich in der Region bemerkbar macht.
Bei mir sind es auch Stress,  Panik und sämtliche andere unangenehmen Gefühle, die zu Magenschmerzen führen. Diese Schmerzen führen wiederrum zu Übelkeit, welche dann wieder Angst macht.
In der Angst bin ich dann so angespannt,  dass mein Magen wieder stärker weh tut.
Dadurch wird mir übel... ach ihr wisst worauf ich hinaus will.
Jedenfalls ist es momentan nicht gerade sehr angenehm in meiner Magenregion.
Das wichtigste ist dabei nicht in den Realitätsverlust zu driften und bei der jetzigen Situation zu bleiben.

"Es tut weh? Ok das ist scheiße aber davon stirbt man nicht direkt. Entspann dich und lass die Schultern fallen, atme ruhig und tief."
- Meine Freundin

Auch wenn es nicht leicht ist die Situation so zu sehen, schaffe ich es immer etwas mehr nicht direkt in den "Worst Case" Gedanken zu verschwinden und in irrationale Panik zu verfallen.
Auch jetzt gerade tut es sehr weh und mir ist schlecht. Doch die Atmung und entspannte Haltung helfen mir dabei nicht all zu ängstlich zu sein.
Ich hoffe, dass ich diese Entspanntheit weiter ausbauen kann und irgendwann Schmerzen ausblenden kann.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Angst Tagebuch#035

So stehe ich jetzt in meiner eigenen Wohnung.
Es muss viel gemacht werden und mir fehlt das Geld und die Kraft alles so zu verschönern/renovieren wie ich es gerne hätte. Nicht einmal der Flur ist ganz fertig, da mir einfach die Motivation und der Antrieb fehlt.
Das einzige was ich täglich schaffe und was mir Spaß macht ist Abendessen kochen.
Das letzte Wochenende war die Hütte voll, da ich von meinem engsten Freundeskreis besuch bekommen habe.
Es tat mir gut wen um mich zu haben, der die gleichen Interessen hat.
Wir haben viel PC gespielt und waren in der Paintballhalle.
Das ist für mich bestimmt ein gutes Hobby. Ich lerne dabei, dass körperliche Anstrengungen nicht nur schädlich für meine Ängste sind und auch dass Schmerzen in einem gewissen Grad verkraftbar sind und nicht zwangsläufig zu Paniken führen müssen.
Als netten Nebeneffekt lernt man Leute besser kennen und hat ein Hobby,  das nicht vor dem PC stattfindet.
Es ist etwas, das mir Spaß macht. Davon gibt es leider nicht mehr viel.
Ich bin gerade nämlich nicht sehr glücklich. Woran es liegt? Wahrscheinlich durch den ganzen Stress in den letzten Wochen...
Die Ängste sind momentan verstärkt und auch Paniken kommen öfter.
Aber durch meine aufmerksame Freundin ist alles nur halb so schlimm.
Ich klage ja oft über Schluckhemmungen und dass mein Hals sich "eng" anfühlt.
Sie hat beobachtet, dass in solchen Situationen meine gesamte Körperhaltung dazu führt. Meine Schultern sind hochgezogen und die Nackenmuskulatur ist komplett angespannt. Daher kommen scheinbar die Schluckhemmungen. Wenn sie bemerkt, dass ich wieder angespannt bin, macht sie mich darauf aufmerksam und hilft mir mich zu entspannen. Ich kann mich anlehnen und sie macht mit mir 1-2 tiefe Atmungen durch und ich lasse die Schultern fallen.
Es löst nicht direkt die ganze Panik/Angst aber es hilft um mich runter zu fahren und mich zu entspannen.
Auch wenn wir uns oft anzicken und streiten bin ich dir dankbar dafür,  dass du immer für mich da bist.

Samstag, 5. Oktober 2013

Angst Tagebuch#034

Das Abenteuer "Urlaub" wurde scheinbar überlebt.
Eher schlecht als recht, wenn ihr mich fragt. Der erste Abend begann mit einer dicken Panik und ich hatte für den Rest des Urlaubs ein gestörtes Verhältnis zum Essen, Trinken.. ach eigentlich zu allem.
Es war jedoch etwas schön mal die Familie um sich zu haben und nicht nur die ganze Zeit an`s Internet gebunden zu sein.
Kaum kam ich aus dem Urlaub zurück erhielt ich eine SMS, dass mein Mitbewohner doch nicht mit in die neue Wohnung zieht.
Also Stress pur!!!
Ich musste innerhalb einer Woche einen Umzug organisieren, 700€ Kaution auftreiben, 97€ zusätzliche Miete und dann auch noch dafür Sorgen, dass ich etwas zu Essen auf dem Tisch habe bzw irgendwie über die Runden komme.
Ich hatte beinahe jeden Tag eine Panikattacke. Gequält von Existenzängsten, Übelkeit und der üblichen Ängste. In all dem Stress habe ich über die Wochen einfach vergessen meine Medikamente zu nehmen, was selbstverständlich alles verschlimmert hat.
Der Stress belastete mich, meine Freundin und meinen o.g. Mitbewohner, denn die Freundschaft wurde auf eine große Belastungsprobe gestellt.
Unser alter Vermieter hatte das Sparbuch mit unserer Kaution bei uns liegen gelassen und wir haben unseren Anteil der Kaution dann von dem Sparbuch genommen, um die Kaution der neuen Wohnung zahlen zu können.
Dass das nicht gerade die beste Art und Weise ist, war mir auch klar aber der alte Vermieter hatte uns gedroht die Kaution einzubehalten und uns einen weiteren Monat Miete hätte zahlen lassen, wenn wir nicht ca 1 Woche vor Monatsende die Wohnung geleert haben.
Ich habe in der Not gehandelt, damit ich nicht auf der Straße schlafen muss.
Nun versucht uns der alte Vermieter mit seinem Anwalt in eine rechtliche Notlage zu bringen, da er sich in seiner Autorität gekränkt fühlt.
Ich bin gespannt was da noch auf uns zu kommt...
Ich schlafe dadurch schlecht und habe rund um die Uhr ein riesiges Stresslevel.
Die letzten paar Wochen waren eine psychische Tortur und haben mich ziemlich runtergezogen und ich bin sehr genervt.
Auch Tränen sind nicht ausgeblieben. Ich habe viel geweint, weil ich einfach überfordert bin mit der Situation.
Ich bin nicht gerade glücklich zur Zeit. Ein riesen Loch tut sich in mir auf und ich bin nicht annähernd dazu in der Lage zu bestimmen, was dieses Loch füllen kann.
Ich hoffe ich kann in den nächsten Tagen ein bisschen mehr schreiben und euch auf dem Laufenden halten.
So long and thanks for all the fish

Dienstag, 3. September 2013

Angst Tagebuch#033

In nicht einmal 2 Wochen startet der geplante 10 tägige Dänemark Urlaub.
Ich bin nervös.
Nein. Ich bin ein nervliches Wrack.
Mir geht es seit Tagen nicht gut und der Gedanke daran, in ein Land zu gehen, wo ich mich nicht auskenne, die Sprache nicht kenne, nie weiß wo ich mich befinde und ich nichts über das Gesundheitssystem weiß macht es nicht gerade besser.
Ich habe wieder Angst zu essen und die kleinste körperliche Beschwerde wird mit meinem inneren Auge Saurons bewacht.
Paniken kommem leichter als üblich und gehen wieder mit den Symptomen auf den Hals. Ich habe Schluckhemmungen und fürchte dabei zu ersticken.
Ich fühle mich alles andere als sicher und der kommende Umzug am Ende des Monats kratzt auch an den Nerven.
Doch etwas schönes hat es dennoch.
Man lernt immer wieder diejenigen zu schätzen, die einen stützen.

Dieses Schreiben ist maschinell gefertigt und ohne Unterschrift gültig.

Montag, 26. August 2013

Angst Tagebuch#032

Die letzten Tage laufen alles andere als gut.
Um ehrlich zu sein geht es mir richtig schlecht.
Seit Freitag habe ich ständige Übelkeit, Schwindelanfälle und krampfartige Schmerzen in der rechten Bauchhälfte.
Ich bin zu 80% der Zeit apathisch und realisiere meine Umgebung nicht richtig. Man kann mit mir sprechen und ich höre was gesagt wird aber verstehe es nicht richtig.
Fast so als würde man mit Fremdsprachen auf mich zukommen.
Mein Hals ist ist trocken und kratzig egal was ich versuche zu trinken.
Nach dem Essen ist mir schlecht und ich kämpfe gegen Paniken an. Ich habe Angst mich zu übergeben und daran zu ersticken (Hallo Emetophobie:  http://de.wikipedia.org/wiki/Emetophobie).
Ich bin unfähig rational zu handeln oder zu denken.
Wenn meine Freundin und mein Mitbewohner nicht da wären, würde ich völlig ausrasten vor lauter Angst und Hilflosigkeit.
Die schönen Momente sind die, an denen ich schlafe. Nichts ist schöner als eine unwirkliche Welt, in der ich bestimmen darf was passiert...
Und egal wie schlecht es mir auch geht, ich habe mir fest vorgenommen dieses Jahr mal keine Klinik, als Patient, von innen zu sehen.
Ich bin kurz davor zu behaupten, dass ich verzweifelt bin...