Donnerstag, 13. März 2014

Eine Geste zeigt mehr als 1000 Worte

Ich rede oft über Frühwarnsystem, Kontrolle und Unterdrückung. ganz besonders, wenn andere anwesend sind ist es ein sehr stark ausgeprägtes Verhalten meinerseits.
Doch warum mache ich das? Hauptsächlich aus Scham und ich will nicht, dass man mich auf einmal anders behandelt oder mit Samthandschuhen anfasst.
Darum habe ich meine kleinen nonverbalen Zeichen bei der Person meines Vertrauens.
Das anstoßen mit der Nasenspitze ist ein kleines bitten um Aufmerksamkeit zur Ablenkung, da die Situation beginnt schwer zu werden.
Das umkreisen der Nase des Partners (bei platonischen freunden das starke packen nach dem Oberschenkel) soll symbolisieren "ich habe riesige angst... hilf mir..."
Der Kuss auf meine Stirn soll ein "ich pass auf dich auf, hab keine angst" symbolisieren.
Dies sind kleine Tricks, die mir Situationen einfacher machen sollen, in denen Personen dabei sind, die nicht mitbekommen sollen, was mit mir ist.
Der Kuss auf die Nase ist ein einfaches "du bedeutest mir sehr viel/ich liebe dich und danke dass du da bist"
Natürlich kann man das nicht bei jedem genau so machen aber ich denke, dass die Nachricht, die ich vermitteln möchte, ankommt.
Sucht euch kleine Hilfen im Alltag, wenn euch etwas schwer fällt. Es gibt viele kleine Hinweise, die anderen nicht auffallen und euch so viel Scham erspart wird.
Gute Nacht!

Montag, 10. März 2014

Lass die Vergangenheit ruhen

Schon sehr bald kommt sehr viel Veränderung auf mich zu und ich weiß nicht, wie ich das alles Schultern soll.
Ich werde so sehr auf mich selbst gestellt sein, wie noch nie. Viele Zweifel, viel Sorge und Unsicherheit macht sich breit. Alles auf was ich mich stütze ist ein potenziell besseres Leben in ein paar Jahren. Doch
bis dahin ist ein steiniger Weg. Ich befürchte ich werde mich isolieren und Menschen, die mir helfen wollen wegstoßen, denn ich weiß, dass ich psychisch sehr labil sein werde und ich nicht möchte, dass man mich so großartig mitbekommt.
Ich lebe viel in der Vergangenheit und denke, wie schön es teilweise war und dass ich die Vergangenheit nicht loslassen möchte aber um eine schöne Zukunft zu bilden und aufzubauen, muss ich lernen los zulassen und mich neuen Situationen und Menschen zu öffnen.
Egal wie schön oder schmerzhaft die Vergangenheit war, so ist und bleibt es Vergangenheit. Dingen nachzutrauern die nicht mehr sind ist falsch investierte Zeit. Ich denke oft an die Freunde, die ich hatte als ich 16-17 war und was wir alles angestellt haben. Was ich damit verbinde? Die erste große Liebe, feiern,
campen, Harmonie, rauchen, Idole, saufen, "tanzen", Idioten, nachts abhauen...
Aus Erfahrung weiß ich, dass es sich nicht lohnt und das Klammern einen einsam macht. So muss ich Menschen hinter mir lassen und mich auf neue Freunde einlassen.
Auch wenn ich oft schreibe, dass man immer wieder enttäuscht wird, so wird man auch immer wieder
positiv überrascht.
Und diese Momente sind die, für die ich Leben lernen möchte. Die Momente die hart sind aber die man dennoch durchzieht um seinen inneren Schweinehund zu überwinden.
Die alten Zeiten sind vorbei und bald kommt viel auf mich zu. Ich denke gerne zurück aber möchte eine andere Zukunft für mich haben und deswegen will ich mein bestes geben um mich darauf einzulassen.

Skepsis im Alltag

Wem darf ich mich öffnen? Wer darf wissen, was mit mir ist? Fragen auf die ich keine richtige Antwort kenne. Manche mögen sagen, dass man sich Leuten öffnen sollte, die man mag.
Aber hat jeder von "uns" die Angst, dass man zurück gelassen wird, sobald unser Zustand ans Licht kommt.
Was ist also das Richtige für uns? Dürfen wir Impulsen folgen und aus dem Bauchgefühl handeln oder sollten wir nachdenken und uns lieber etwas isolieren?
Ich finde es immer wieder aufs neue schwer mich wem zu offenbaren und mache es nur bei Menschen, die mir etwas bedeuten und wo ich die Hoffnung habe, dass ich diese Personen noch Jahre lang an meiner Seite haben darf und bei denen ich mich in einer Panik hingeben würde und diese Schwäche zulasse.
Doch auch damit kann auf die Schnauze fallen. Schnell wirkt man weinerlich, nervig oder auch einfach nur anstrengend. In wie fern darf ich also von mir erzählen? Warte ich darauf, dass ich gefragt werde, beschwert man sich, dass ich mir alles aus der Nase ziehen lasse. Erzähle ich von mir aus "kennt man kein anderes Thema mehr". Ich weiß nicht, ob es überhaupt ein gesundes Mittelmaß gibt.
Man wird immer wieder enttäuscht aber kann man vorher erkennen von wem? Gibt es da einen Trick?
Gibt es dadurch dann die Möglichkeit vorher die Bezugspersonen auszusuchen und die flüchtigen Bekannten hinter sich zu lassen / gelegentlich nur oberflächlich tratschen.
Bei den Personen, denen ich mich anvertraue habe ich zur Zeit Angst fallen gelassen zu werden und meine Mühe, mich auf andere Menschen einzulassen, vergebens ist.
Ich wurde schon darauf angesprochen, dass ich für den einen oder anderen zu geheimnisvoll wirke und emotionslos zu sein scheine.
Emotionslos? Ich wünschte es wäre so... Sie sind einfach unterdrückt und gefangen halten.
Wenn ich dann alleine bin kommen die Gefühle wieder hoch und die Panik kommt zurück und habe Angst auszurasten vor lauter Selbsthass und Frustration und stelle mir vor, wie man mich weinend in eine Zelle sperrt und mich für unzurechnungsfähig erklärt.
Ob es mir schlecht geht? Ja. Sehr sogar. Aber ich überlebe. Ich halte durch um für meinen Hund da zu sein. Sie ist die stützende Säule, die das ganze Konstrukt "Mike" noch aufrecht hält.
 Wenn ich mich mit einem Wort beschreiben würde, wäre es "kontrolliert".
Jeder Satz wird überlegt und auch Emotionen die gezeigt werden, sind durch den Sicherheitscheck durch.
Ich versuche einfach optimistische Gedanken zuzulassen und hoffe, dass ich lerne, was gut für mich ist.

"Hast du von tausend schlechten Gedanken einen Guten, lasse ihn nicht los"
-Cr7z

Samstag, 8. März 2014

Angst Tagebuch#039

Lange keine richtige Übung mehr gemacht, aber heute war es wieder soweit.
Ich habe mich die letzten Monate sehr stark selbst überwacht und versucht mir kleine Hilfen im Alltag zu beschaffen und Symptome aktiv zu mindern.
Also überlegte ich nicht 2 mal und zog mich an, nahm die Kopfhörer und ging aus der Tür.
"Oh mein Gott, soll ich wirklich? Noch kann ich umkehren... Nein, wenn du jetzt gehst, hast du versagt und alles was du dir vornimmst kann nicht hin hauen. Arschbacken zusammen "Cr7z" auf die Ohren und los!"
Mein Herz schlägt stark und ich fange an zu schwitzen. Mein Körper bzw meine Angst versucht alles um mich davon abzuhalten. Doch dieses mal bestimme ICH! ICH sage jetzt, was zu tun ist.
jeder Schritt ist schwer und ich habe Angst, Angst dass mein Hals zu schwillt und ich ersticke. Ich niemanden anrufen kann, weil ich mich die Symptome nicht reden lassen. Ich lasse die Schultern fallen um die Hals und Nackenmuskulatur zu entspannen. Dies nimmt etwas Druck von mir und ich drehe die Musik aufs Maximum auf.
"Ich habe ein Ziel und werde es auch schaffen! Bald kommt viel auf dich zu und du musst gewappnet sein ansonsten geht es einfach nicht!"
Der Bass in den Ohren dröhnt und macht mich schon fast glücklich. Er isoliert mich von der Außenwelt und ich kann mich ganz auf mich konzentrieren und gegen den Mist angehen.
Passanten sehen mich an und merken nicht, dass in mir gerade ein Krieg herrscht. Ein Krieg in dem alles erlaubt ist und es um alles geht. Mir nichts anmerken zu lassen ist mittlerweile nicht mal mehr anstrengend.
Ich werde von Schritt zu Schritt glücklicher, dass ich die letzten geschafft habe und ehe ich es eigentlich realisiere bin ich auch schon im Minipreis. Schnell rein, was aufs Band legen, bezahlen und wieder raus.
Was die Kassiererin zu mir sagte, weiß ich nicht, da ich nichts höre. Der Rückweg war sehr leicht. Ich war einfach nur froh, es geschafft zu haben und dass es mir nicht genommen werden kann. Doch richtig teilen kann ich es mit keinem. Ich darf keinen richtigen Stolz aufkommen lassen, weil sonst die Enttäuschung umso größer ist, wenn es mal nicht klappt. Wer lernt Gleichgültigkeit zum Alltag zu machen, kann weder überrascht noch enttäuscht werden. Nicht gerade gesund aber so komme ich gerade über die Runden.


Nehmt euch bei Interesse die 4 Minuten

Cr7z - Tageslicht
http://www.youtube.com/watch?v=r1jlXfyOs-A

Mittwoch, 5. März 2014

Angst Tagebuch#038

Heute möchte ich mal etwas anderes als sonst posten. Dieses mal nicht mein Blickpunkt sondern eine Hilfestellung für Außenstehende, die die Situation miterleben.
Versucht für die "Angstpatienten" die Situation so wenig wie möglich unangenehm zu machen.
Versucht keine Themen auf den Tisch zu bringen, die eventuell ein schlechtes Gefühl hervorrufen können. Keine Geschichten über Krankheiten, Erbrechen, Kontrollverlust des Körpers oder Symptomen die derjenige eh schon nicht abkann. Unangenehme Gerüche, wie Zigarettenrauch, Müll, Alkohol, Schweiß oder sogar Essensgeruch sollten weitestgehend vermieden werden, da der Körper diese Panik aufgrund der Einstufung von Gefahr sehr empfindlich auf ALLES reagiert. Wenn ihr wen stützt oder leicht "tragen" müsst (oft bei Schwindel und zittern), lasst dabei ausreichend Freiraum um nicht das Gefühl zu vermitteln den anderen gefangen zu halten und er Kontrolle über die Situation hat.
Bei Ablenkung/Beruhigung sollte man unterscheiden, ob derjenige gerade starke Angst hat oder bereits in einer Panik steckt.
Bei der starken Angst macht es Sinn, mit logischem Denken denjenigen nicht in den Realitätsverlust rutschen zu lassen. Bei einer bereits ausgebrochenen Panik, lohnt sich das wieder zurück holen in die Momentane Situation und beruhigen, dass die Situation zwar scheiße ist und sich vielleicht unangenehm anfühlt aber keine Gefahr droht.
Zwischendurch kann man versuchen den "Patienten" mit lockeren vielleicht leicht humorvollen Gesprächen von der Angst weg zu ziehen. Man kann viel auf ihn einreden, ihn aber auch hin und wieder selbst reden lassen, damit er nicht auf durchzug schaltet und im "hier und jetzt" bleibt.
Im Kopf, gefüllt mit Panik, herrscht ein Kampf zwischen zwei großen Mächten, die versuchen sämtliche Ressourcen des Körpers zu nutzen. Bekommt die Angst zu viel Nahrung, stellt sich der Patient vor, was alles schlimmes passieren kann und der Super-GAU wirkt immer realer. Das muss verhindert werden. Das ist nicht eure Aufgabe, aber ihr könnt helfen es dem anderen zu erleichtern indem ihr Rücksicht nehmt und gewisse Verhaltensweisen als Frühwarnsysteme deutet und den anderen darauf aufmerksam macht.
Ein wenig streicheln und kraulen hilft auch wunder.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Angst Tagebuch#037

Es ist schon viel zu lange her, dass ich was geschrieben habe.
Ich hatte viel um die Ohren.
Viel Stress, viel Spaß, viel Schmerz und viel Angst.
Ich dachte ich komme damit zurecht ohne es zu verarbeiten und es einfach geschehen lassen aber von Tag zu Tag wächst der Druck in meinem Kopf und ich muss es niederschreiben, bevor ich explodiere...
Der Tag beginnt und ich fürchte mich vor den Konsequenzen meines Handelns.
Darf ich essen? Darf ich trinken?
Das sind Fragen, die ich mir jedes mal selber stelle und gründlich bedenke.
Es geht dabei nicht mal um die Frage ob ich Durst oder Hunger habe. Nein, das wäre zu simpel.
Esse/trinke ich etwas verändere ich dadurch mein inneres. Wenn sich etwas in meinem Körper ändert, bekomme ich Angst, denn die Veränderung in mir macht sich mit Schmerz bemerkbar.
Jedes mal tut es auf ein neues weh. Als würde ich Glasscherben verdauen.
Ich merke jedes noch so kleine Teilchen im Magen. Jeder noch so kleine Tropfen wird in seiner Bewegung fokussiert.
Während ich diese Gefühle von Tag zu Tag durchmache, wächst in mir die Wut.
Wut auf das System, dass mich zwingt Dinge zu tun, die mir nicht gut tun, damit mir das Geld nicht gestrichen wird.
Wut auf mich selbst, da ich Gedanken im Kopf habe, die für andere wie Gift wirken würden.
Wut auf die Menschen, da der Mensch von Natur aus intrigant, opportunistisch und falsch ist. Doch ich bin ruhig. Kontrolliert. Ich halte mein inneres Biest weitestgehend unter Verschluss und während ich das Bedürfnis habe zu schreien und alles zu Kleinholz zu verarbeiten, lächelt und nickt die Hülle zum Beat der Hintergrundmusik.
Wenn ich so nachdenke, komme ich schon beinahe zu dem Ergebnis, dass ich weder in diese Zeit, noch in diese Welt passe.
Das was ich gut kann, ist für die Außenwelt nicht von wert und wird als Zeitverschwendung abgestempelt, da es sich nicht vermarkten lässt.
Öffentlich anerkanntes Talent? Ich glaube keins. So lebe ich mein Leben. Im unteren Durchschnitt, der seine eigene Vergangenheit fürchtet, da sie die Zukunft zu sehr prägt.
Lachend geht die Welt zu Grunde.

Freitag, 27. Dezember 2013

Jahresrückblick 2013

Wie schnell behaupten wir am Ende des Jahres, dass alles scheiße oder einfach nicht gut war? Meiner Meinung nach viel zu schnell.
Also habe ich über das Jahr verteilt Momente aufgeschrieben, die mir viel bedeutet haben und/oder bei denen ich zwischendurch RICHTIG glücklich war.
Hier sind sie:
01.01 Wohnwand bekommen
03.01 Fernseher gekauft.
05.01 Paintball
03.02 ersten Super Bowl gesehen
13.02 Roller gekauft
17.02 Schwimmen gewesen
18.02 Ni No Kuni durchgespielt
20.02 mit alter Freundin  geschrieben, wo ich glaubte sie nie wieder zu sehen
26.02 Naruto alle Trophäen
01.03 Arthur zieht ein
03.03 Neue Küche fertig
15.03 Alle Trophäen für Naruto Ultimate Ninja Storm 3
23.03 Janka wieder bekommen
22.04 Jason, Dean und Angelina wiedergesehen nach Jahren
19.05 Mit Jason, Dean und CO in den Tierpark (Nadermann)
24.06 Paderborn gemeldet
28.06 FF 14 A Realm Reborn Beta Test akzeptiert worden
09.07 FF 14 COLLECTORS EDITION vorbestellt
14.07 Aussprache mit Michael und Sandra
07.08 LÖWENBABY GESTREICHELT (Safari Park Stukenbrock)
15.08 Mit Markus Hilfe PC Zusammengebaut aus Einzelteilen
21.08 Tastatur bekommen
01.10 Erste eigene Wohnung fest bezogen
02.10 Dragoon lvl 50 (FF 14)
11.10-13.10 Besuch aus dem engsten Freundeskreis
12.10 Paintball als Geburtstagsevent für Markus
22.10 Fest entschlossen Paintball zum Sport zu machen!
31.10 Halloween Party
10.11 Paintballmaske erhalten
22.11 Tiffy überraschungsparty
26.11 Arbeiten mit Manty
08.12 erste mal Paintball mit E-Pneumat und eigener Ausrüstung
15.12 Paintball mit Christopher
24.12 Meine ganze Familie wieder gesehen

Da ist der schriftliche Beweis, dass obwohl das Jahr 2013 sehr anstrengend war, nicht alles mies war. Im Gegenteil. Vieles hat mir Freude bereitet und mich aufgebaut.
Doch trotz alle dem, waren die letzten Wochen so anstrengend, dass ich mich lieber für die nächste Zeit etwas von sozialen Kontakten abkapsel um niemanden auf den Schlips zu treten und ich mich etwas erholen kann.
Damit verabschiede ich mich für dieses Jahr und wünsche euch allen einen guten Rutsch :)