Dienstag, 3. September 2013

Angst Tagebuch#033

In nicht einmal 2 Wochen startet der geplante 10 tägige Dänemark Urlaub.
Ich bin nervös.
Nein. Ich bin ein nervliches Wrack.
Mir geht es seit Tagen nicht gut und der Gedanke daran, in ein Land zu gehen, wo ich mich nicht auskenne, die Sprache nicht kenne, nie weiß wo ich mich befinde und ich nichts über das Gesundheitssystem weiß macht es nicht gerade besser.
Ich habe wieder Angst zu essen und die kleinste körperliche Beschwerde wird mit meinem inneren Auge Saurons bewacht.
Paniken kommem leichter als üblich und gehen wieder mit den Symptomen auf den Hals. Ich habe Schluckhemmungen und fürchte dabei zu ersticken.
Ich fühle mich alles andere als sicher und der kommende Umzug am Ende des Monats kratzt auch an den Nerven.
Doch etwas schönes hat es dennoch.
Man lernt immer wieder diejenigen zu schätzen, die einen stützen.

Dieses Schreiben ist maschinell gefertigt und ohne Unterschrift gültig.

Montag, 26. August 2013

Angst Tagebuch#032

Die letzten Tage laufen alles andere als gut.
Um ehrlich zu sein geht es mir richtig schlecht.
Seit Freitag habe ich ständige Übelkeit, Schwindelanfälle und krampfartige Schmerzen in der rechten Bauchhälfte.
Ich bin zu 80% der Zeit apathisch und realisiere meine Umgebung nicht richtig. Man kann mit mir sprechen und ich höre was gesagt wird aber verstehe es nicht richtig.
Fast so als würde man mit Fremdsprachen auf mich zukommen.
Mein Hals ist ist trocken und kratzig egal was ich versuche zu trinken.
Nach dem Essen ist mir schlecht und ich kämpfe gegen Paniken an. Ich habe Angst mich zu übergeben und daran zu ersticken (Hallo Emetophobie:  http://de.wikipedia.org/wiki/Emetophobie).
Ich bin unfähig rational zu handeln oder zu denken.
Wenn meine Freundin und mein Mitbewohner nicht da wären, würde ich völlig ausrasten vor lauter Angst und Hilflosigkeit.
Die schönen Momente sind die, an denen ich schlafe. Nichts ist schöner als eine unwirkliche Welt, in der ich bestimmen darf was passiert...
Und egal wie schlecht es mir auch geht, ich habe mir fest vorgenommen dieses Jahr mal keine Klinik, als Patient, von innen zu sehen.
Ich bin kurz davor zu behaupten, dass ich verzweifelt bin...

Freitag, 23. August 2013

28 days later

Nach nun einigen Wochen Papierkram und Amtgängen ist mir vor kurzem die monatliche Stütz bewilligt worden.
Das kommt sehr gelegen zum Umzug nächsten Monat. Tapete, Farbe, Bodenbelag und alles was dazu gehört muss erneuert oder ausgebessert werden.
Ein Kostenfaktor, den ich mir nie so hoch vorgestellt habe.
Dazu kommt, dass ich den Garten,oder eher das Brennnesselfeld, komplett auf Vordermann bringen muss.
Das bedeutet es müssen Gartengeräte her und im schlimmsten muss Fall sogar der ganze Garten umgegraben und neu gesät werden. Einen Zaun muss ich ebenfalls ziehen und die Eisengittertreppe muss auch ausgebessert werden, damit Janka (mein Hund) auch drauf laufen kann.
Klingt nach viel Arbeit? Ist es auch!
Das wäre aber gar nicht mal so ein großes Problem, wenn ich nicht vom 14.-24.September nach Dänemark in den Urlaub fahren würde.
Es fallen von 5 Wochen Zeitfenster also fast 1 1/2 weg.
Aber Survival-Mike kriegt auch das Problem in den Griff! Schließlich habe ich ja noch genug Zeit um alles zu organisieren. Kartons sind schon soweit gepackt, dass nur noch das Notwendigste in der Wohnung steht und innerhalb einer Stunde gepackt sein kann.
Ich bin gespannt ob wirklich alles so gut abläuft wie ich es hoffe.
In 4 Wochen bin ich mitten im Stress, habe einige Diskussionen über hässliche Tapeten und Farben hinter mir und freue mich, wenn der Stress nachlässt.

Mittwoch, 7. August 2013

Angst Tagebuch#031

Ich wache auf und bin verwirrt.
Es war wieder nur ein Traum. Meine Träume sind manchmal sehr real. Zumindest dann, wenn ich von einem normalen Leben träume. Meist bin ich zwar noch voll von meinen gewohnten Ängsten aber ich habe irgendwo ein kleinen Job und treffe alte Freunde mot denen ich wegfahren kann oder zur Schule gehe.
Doch in dem Moment in dem ich aufwache zerbricht alles wieder. Genau dann schießt meine Anspannung von 0 auf 60 weil ich dann direkt im Nachhinein daran denke, was mir in den Momenten hätte passieren können.
Ich wache jeden Morgen so auf und habe direkt Angst. Angst vorm Leben und allem was es beinhaltet und ich bin froh, dass ich dann meist eine Stunde Ruhe für mich habe und alles auf mich wirken lassen kann.
Die letzten Tage sind wieder etwas schwerer da ich wieder seit längerem stärkere Panikattacken bekomme. Meist durch überfüllten Magen (zu viel trinken durch die Hitze) oder durch einen verschleimten Hals...
Ich habe wieder verstärkt die Angst zu ersticken. Hoffentlich lässt es bald wieder nach.
Zum Hals habe ich eine Theorie. Ich trinke am Tag eine kleine Flasche Pepsi, da ich meine Medikamente (Tropfen) mit Flüssigkeit einnehmen muss und ich tippe darauf, dass der Zucker das Gefühl im Hals verursacht.
Da das Medikament aber zum Großteil auch aus Alkohol besteht ist es abartig das mit Wasser einzunehmen...
Werde wohl auf lange Sicht ein neues Getränk suchen müssen,  womit ich das Antidepressivum einnehmen kann.

Dienstag, 30. Juli 2013

Hört hört

Nachdem der jetzige Vermieter mich dazu bringen wollte meinen Hund wegzugeben hatte ich ganz stark das Vertrauen in die Menschen verloren.
Warum fordert man sowas?
Diese und ähnliche Fragen schossen mir seit dem durch den Kopf.
Wir haben uns sehr intensiv auf Wohnungssuche begeben und sogar tatsächlich eine gefunden!!!
Ich war überrascht aber es gibt scheinbar doch noch Vermieter da draußen denen nicht nur das eigene Wohl am Herzen liegt sondern auch das der anderen.
Wir werden aus der Stadt raus ziehen und in eine nette 4ZKB Wohnung in einen kleinen Ort ziehen in der mein Hund sogar sehr erwünscht ist.
Sollte alles nach genauer Planung verlaufen ziehen wir am 1.10 dort ein. Ich bin gespannt ob das alles so reibungslos funktioniert wie erhofft.
Als die Zusage kam, merkte ich direkt wie die Anspannung von einem Grundpegel 7 auf eine 4   ist. (Skala 1-10)
Hoffentlich gehts es mir dadurch die Tage wieder etwas besser und mein Umfeld muss nicht mehr so unter meiner miesen Laune leiden.

Samstag, 20. Juli 2013

one man's pain is the next one's pleasure

Man benimmt sich, bemüht sich nichts falsch zu machen und will sein Kharma rein halten und alles was man erhält sind Arschtritte und Nackenschläge.
Wenn man eins so früh wie möglich lernen muss, dann ist es das, dass man es nie allen recht machen kann.
Ich versuche mir seit Monaten den Arsch aufzureißen um ein anständiges Leben auf die Reihe zu bekommen und Undank ist der Welten Lohn. Ich darf mein ganzes "Territorium" was ich mir erkämpft habe und was einfach ideal für mich, meine Freundin, meinen Freund aus Kindertagen und Janka ist aufgeben eben WEIL ICH EINEN HUND HABE!?
Das Leben ist in der Hinsicht unfair. Ich werde dafür bestraft, dass ich mich um das Tier kümmer, regelmäßig mit ihr draußen bin und in ihr einen Lebenspartner gefunden habe...
Warum sind Menschen so und verbieten so ein Zusammenleben???

Sonntag, 14. Juli 2013

Trying not to be worthless

Ich versuche trotz meiner Krankheit und meinen Einschränkungen ein nicht ganz so verbittertes Leben zu führen.
Viele fragen sich oder andere nach dem Sinn des Lebens. Ich denke diesen Sinn bestimmt man sich selbst.
Ich möchte meinem Leben dem Sinn verleihen, anderen zu helfen, zur Seite zu stehen und nicht vergessen zu werden.
Das ist mein Lebensweg.
Schließlich steckt in mir trotz aller Probleme einiges an Potential, was sonst nur vergeudetes Talent wäre.
Ich möchte viel weitergeben können. Zumindest das, wozu ich fähig bin es weiter zu geben.